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Grail / Graal / Gral

Die sumerisch-babylonischen Mythen ranken sich um die Dreifaltigkeit von Babylon und Uruk: Nimrod, seine Gattin Ischtar und Ischtars Sohn Dumuzi-Tammuz. In der Sage von Ischtars Gang in die Unterwelt reflektiert sich die altorientalische Vorstellung vom ewigen Dualismus zwischen Tod und Wiederkehr: Ischtar, Astarte oder Inanna (die Göttin des Morgen- und Abendsterns, die Göttin der Liebe, Fruchtbarkeit und Wollust, die Hure von Babylon) will zu ihrer Schwester Ereschkigal, der Herrin der Unterwelt hinabsteigen. Auf ihrem Weg muss sie sieben Tore der Unterwelt durchschreiten und verliert bei jedem eines ihrer Gewänder. Als sie schließlich nackt vor ihrer Schwester steht, wird sie von dieser gefangen genommen und als lederner Wassersack tot an einen Wandhaken gehängt. Weil dadurch aber alles Leben auf der Erde zum Stillstand kommt, erklärt sich Enki (auch Ea oder Henoch, der Eingeweihte, der Gott des Wasserhauses) bereit, zu helfen. Er erschafft zwei Wesen, den Kurgarru und Kalaturru. Sie sollen in die Unterwelt hinabsteigen, Ereschkigal beruhigen und nach dem Wassersack verlangen. Als sie diesen mit dem Brot und Wasser des Lebens besprengen, kommt Inanna kommt wieder zu sich und kann der Unterwelt entfliehen. Inanna wird aber von grässlichen Dämonen verfolgt, die einen Ersatz für sie verlangen. Als sie in ihre Stadt Uruk zurückkehrt, sieht sie, wie sich ihr Geliebter Dumuzi-Tammuz, der Getreidegott, statt um sie zu trauern, auf ihren Thron gesetzt hat und lustig feiert. Inanna ist darüber so wütend, dass sie Dumuzi den Dämonen überlässt, die ihn in die Unterwelt bringen. Dumuzi bricht in Tränen aus und fleht beim Sonnengott Utu um Erbarmen. Dieser regelt darauf hin sein Schicksal so, dass Dumuzi jeweils ein halbes Jahr auf der Erde und ein halbes in der Unterwelt zuzubringen hat. Immer wenn Dumuzi (Sohn der Auferstehung) im Herbst unter Weinen und Klagen stirbt, verdorrt die Vegetation; wenn er aber zu Ostern unter Jubel aufersteht, beginnt das Leben wieder zu erblühen.

2340
v. Chr.
inanna

.Nach der Einwanderung der Arier (Sanskrit: Edle) um 1500 v. Chr. aus den westasiatischen Steppen um das Kaspische Meer in die nördlichen Flussebenen des Indus folgt auf die Indus-Kultur (ca. 3000–1800 v. Chr.) die vedische Kultur. Die Veden (Sanskrit: heiliges Wissen) sind zunächst nur mündlich überlieferte, später verschriftichte religiöse Texte, deren zugrundeliegende Philosophie eine Verbindung zwischen Astronomie und Religion darstellt. Zu den vier wichtigsten Veden, dem Rigveda (Hymnen an Götter), Samaveda (Lieder), Yajurveda (Opferformeln) und Atharvaveda (Zaubersprüche) gehören auch das Rāmāyana (Epos von Sita und Rama) und das Mahābhārata (Geschichte Indiens). Insgesamt umfassen die Veden um die 100000, in Sanskrit geschriebenen Verse. Das Wissen der Veden galt als Macht, welches über die Gottheiten des Himmels und der Erde informiert. Die meisten Hymnen gelten dem Kriegsgott Indra, der durch seine Großtaten das Wasser befreit sowie die Sonne, den Himmel und die Morgenröte zum Vorschein bringt. Er befreit die von einem Dämon versteckten Kühe und raubt das Soma, die Milch, welche die Götter aus dem als Becher dienenden Mond trinken. Bei Vollmond ist der Becher gefüllt, bei Neumond geleert. Von Neumond zu Vollmond füllt er sich dann wieder von selbst. Dieser innere Lebenssaft aller Wesen - der Saft in den Pflanzen und das Blut der Götter, Menschen und Tiere - verleiht unwiderstehliche Stärke, besitzt heilende Wirkung, befreit die Menschen von Sünden und macht glücklich und unsterblich. Im Glauben an die Auferstehung nach dem Tode opfern die Brahmanen-Priester auf dem in Ost-West-Richtung gebauten Vedi-Altar das aus Gaben wie Milch, Reis, Getreide oder Tieren bestehende Soma-Opfer. Als erstes lebendes Wesen, empfängt Brahmā von Kṛiṣhṇa, dem höchsten, in unzähligen Seinsgestalten auftretenden Gott, das vedische Wissen und gibt es an seine Söhne und Schüler weiter, welche es ebenfalls wieder weitervermitteln.

1500
v. Chr.
Shiva Veden Brahma
Nach der Eroberung Israels wird David König der Juden und reitet, wie alle davidischen Könige, auf einem Esel zu seiner Krönung. Ihre Linie ist streng dynastisch. 1048
v. Chr.
 

Im Auftrag von König Salomon (hebr. ‏שלמה‎, Schəlom:o), dem Sohn Davids, errichten die Phönizier unter Anleitung von Baumeister Hiram Abif auf dem Tempelberg Zion in Jerusalem in sieben Jahren den ersten fest gebauten Tempel Israels. Er misst eine Länge von 60, eine Breite von 20 und eine Höhe von 30 Ellen. Zur Aufbewahrung der Schätze ist er an 3 Seiten von dreistöckigen Räumen umgeben. Das Innere des Tempels besteht aus einem Vorderraum, dem Heiligen, in dem der Räucheraltar steht, und aus einem durch eine hölzerne Zwischenwand davon getrennten Hinterraum, dem Allerheiligsten mit der Bundeslade, in der die Steintafeln Moses mit den 10 Geboten aufbewahrt werden. Dieses innerste Sanktum stellt die Bauchhöhle von Aschtoreth dar. Die linke Säule heißt „Boa“ (Urgroßvater Davids), die rechte „Jachin“ („er wird gründen“), ihre Kapitelle sind mit goldenen Granatäpfeln verziert (Symbol der männlichen Fruchtbarkeit). Der ganze Tempel ist mit Gold überzogen. Vor dem Eingang befindet sich der große Hauptaltar für die Brandopfer sowie das "Eherne Meer", ein aus Bronze gegossenes rundes Wasserbecken. Als 586 v. Chr. der Tempel durch Nebukadnezar II. zerstört wird, errichten die Juden nach ihrer Rückkehr aus der Babylonischen Gefangenschaft an gleicher Stelle einen neuen Tempel.

957
v. Chr.
Salomon Tempel Salomons Granatapfel

Im Alter von 75 Jahren zieht Urvater Abram (hebräisch  אַבְרָהָם Avrāhām „Vater der vielen Völker"), mit seiner Frau Sarai und seinem Neffen Lot von Ur in Chaldäa (Mesopotamien) nach Kanaan.

536
v. Chr.
 
Pythagoras (577-500 v.) vertritt in seiner Theorie der Wiedergeburt, dass sich die Seele nach dem Tod einen neuen Trägerkörper sucht und ein ein neues Leben beginnt. 525
v. Chr.
Pythagoras
Hyperborea (Yπερβορέα) ist ein sagenhaftes, von den antiken griechischen Geographen und Mythographen weit im Norden lokalisiertes paradiesisches Land. Seinen Bewohnern, den Hyperboreern, wird eine besonders enge Verbindung mit dem Gott Apollon und dessen Kult zugeschrieben. 490
v. Chr.
Hyperborea

Die vier heiligen irischen Insignien der Tuatha Dé Danann (keltisches Volk der Göttin Danu):
Stein von Fál (schreit auf, wenn er vom rechtmäßigen König berührt wird), Speer von Lugh (garantiert den Sieg im Kampf), Schwert von Nuadu (ihm entgeht niemand), Kessel von Daghda (sättigt alle).

300
v. Chr.
Lug daghda
Altsyrische Geschichte von Joseph dem Gerechten und seiner Frau Asenath:
Asenath ist die schöne Tochter des Hohepriesters Pentephres (Potipherah) von Heliopolis. Sie ist eine "Jungfrau von achtzehn Jahren, schlank, blühend, viel schöner als des Landes Jungfrauen all. Ja, Asenath gleicht keinesfalls ägyptischen Jungfrauen; sie gleicht vielmehr den Töchtern der Hebräer allenthalben; sie ist so schlank wie Sara, so blühend wie Rebekka, so schön wie Rachel." Sie lebt mit ihren sieben Jungfrauen (Melissae = Bienen) abgeschieden und keusch in einem Turm im Haus ihrer Eltern. Als Joseph - der zweite Mann nach dem Pharao - nach On kommt, beschließt Asenaths Vater, ihm seine Tochter zur Frau zu geben. Asenath (= Mondgöttin Artemis mit ; Magdalena), die bereits den ältesten Sohn des Pharao abgewiesen hat, wehrt sich zunächst gegen die Ehe mit einem hebräischen Hirten aus Kanaan, doch als sie Joseph sieht, verliebt sie sich in den „Gottessohn“. Doch Joseph, ebenso jungfräulich wie Asenath, will sie nur als seine Schwester ansehen. Als sie kommt, um den neuen „Bruder“ zu begrüßen, weigert er sich, sie, eine unreine Heidin, zu küssen, segnet sie aber und kündet seine Rückkehr in einer Woche an. Während seiner Abwesenheit wirft Asenath die ägyptischen Götzenfiguren und deren kostbaren Schmuck aus dem Fenster. Dann legt sie Trauerkleider an und streut Asche auf ihr Haupt, fastet sieben Tage lang und bittet den "Einen Gott Israels" um seine Gnade. Daraufhin erscheint ihr vom Himmel kommend in unaussprechlich großem Licht der Erzengel Michael (= Sonnengott Helios) mit von seinem Antlitz ausgehenden Lichtstrahlen. Er lobt sie für ihre Buße, verkündet ihr Gottes Vergebung und gibt ihr einen neuen Namen. Darauf isst er mit ihr den paradiesischen Honig einer Honigwabe, wodurch sie mit Unsterblichkeit gesegnet wird. Sodann lässt der Erzengel aus der Wabe Bienen entstehen, die sich auf Asenath niederlassen und sich ebenfalls an dem Nektar laben. Michael befiehlt den getöteten Bienen wegzufliegen, verbrennt die Wabe und fährt mit einem von vier Pferden gezogenen feurigen Wagen in den Himmel. Als Joseph zurückkehrt, verloben sie sich: „Und Joseph küsst Asenath und er verleiht ihr Lebensgeist. Dann gibt er ihr zum zweiten auch der Weisheit Geist. Zum dritten küsst er sie zärtlich und schenkt ihr den Geist der Wahrheit.“ Der Pharao richtet ihnen dann die Hochzeit aus. Asenath bekommt zwei Söhne, Manasse und Ephraim. Auf der Flucht vor der Hungersnot kommt Joseph mit seiner Familie nach Ägypten. Während Josephs Vater Jakob und seine Brüder Asenath begrüßen, versucht der einst von ihr abgewiesene Sohn des Pharaos sich an Joseph zu rächen und Asenath doch noch zu gewinnen. Als der Versuch, Josephs Brüder zu bestechen, scheitert, bringt er die vier Halbbrüder von Joseph, die Söhne der Nebenfrauen von Jakob, auf seine Seite. Während der folgenden Schlacht gelingt es dem jüngsten Vollbruder Benjamin den Pharaosohn durch einen Steinwurf außer Gefecht setzt. Auf Asenaths Gebet hin versöhnen sich schließlich die Brüder wieder miteinander. Als der Pharaosohn an seiner Verletzung stirbt, wird Joseph an seiner Statt als Alleinherrscher eingesetzt.
Helios ArtemisBienenstockBienenkoenigin
Beit-Shean Beth-Alpha

Die Makkabäer erlangen im Kampf gegen die Syrer die Vorherrschaft über Judäa und Palästina.

168
v. Chr.
 
Unter dem Streuen von Palmzweigen zieht Simon der Makkabäer auf einem Esel reitend in Jerusalem ein und wird als König und Hohepriester eingesetzt. 142
v. Chr.
 
Die ultrastrikte jüdische Gemeinschaft der Chasidim (die reinen Frommen) verläßt Jerusalem und läßt sich nordwestlich des Toten Meeres, in der Wildnis um Qumram, nieder. 130
v. Chr.
 

Der Keltenkessel von Gundestrup mit der Abbildung des magischen Kessels des britannischen Königs Bran, durch welchen tote Krieger wieder zum Leben erweckt werden können. Beim Überfall auf Irland wird Bran durch einen vergifteten Speer tödlich an der Ferse verwundet. Sein abgeschlagener Kopf bewacht seither England.

100
v. Chr.
Gundestrup Gundestrup1

Der Mithras-Kult aus Phrygien in Kleinasien gelangt über Pergamon nach Rom. Mitra ist die altindische Bezeichnung für den "Gott des Bundes", der im Altpersischen zu Mithra und gräzisiert zu Mithras mutiert. Der lockige Jüngling Mithras, der alle Jahre wieder am Ostermorgen siegreich aus dem Felsen aufersteht, vereinigt in seiner Person die sumerisch-babylonischen Gottheiten Enki-Ea-Henoch, Dumuzi-Tammuz und Enkidu. Letzterer wird von der Erdgöttin Aruru aus deren eigenem Lehm geschaffen und lebt als am ganzen Körper behaarter Wildling wie ein Tier unter Tieren. Um ihn zu zähmen, macht eine Tempelhure ihren Busen frei, spreizt ihren Schoß, sodass er in ihrer Lust schwelgt. Sie scheut sich nicht, seinen Atemstoß zu nehmen und entbreitet ihr Gewand, sodass er sich auf ihr bettet und seine Fülle sich auf sie legt. Sechs Tage und sieben Nächte beschläft Enkidu die Hure, bis er von dem Genuß satt ist. Gemeinsam mit Gilgamesch tötet er Chumbaba - einen Dämon mit Adlerkopf, Löwenkörper und Schlangenschwanz, der den Zedernwaldes im Libanon bewacht - sowie den Himmelsstier.

67
v. Chr.
endiku chumbaba

Gnaeus Pompeius Magnus erobert Syrien, Palästina, Judäa und Jerusalem; damit beginnt die 700jährige römische Herrschaft über Palästina.

63
v. Chr.
Pompeius
Herodes d. Große (37–4 v.) wird in Rom zum König von Judäa erklärt.. 37
v. Chr.
Herodes

31 v.Chr. zerstört ein Erdbeben Judäa.
Die Essener - ihre Sektenbezeichnung ist Nazoräer od. Nazarener, vom hebr. „Nozrim“ („Hüter des Bundes“) - bauen die zerstörte Siedlung in Qumran wieder auf. Ihr Heiligtum (Tabernakel) befindet sich am Berg Sinai, im Kloster von Mird. Nach ihrer Lehre enthält das Universum 2 Geister: die Menora, das Licht (symbolisiert durch einen 7-armiger Kerzenleuchter) und Belial, die Dunkelheit, das Böse. Gott ist Herrscher über beide dieser Geister. Der höchste der 7 Menora-Priester ist der Zadok-Priester, Vertreter des Lichtes auf Erden. Er trägt den Titel „Michael“ und hat das Anrecht, die schwarze Robe zu tragen (wie schon die Priester der Muttergottheit Isis). Zweitrangiger ist der Abjatar-Priester mit Namen „Gabriel“, der Dritte ist Levi. Die Opposition dazu sind 7 Dämonenpriester mit ihrem ist Obersten, dem Schriftgelehrten mit dem hebräischen Titel Satan (Ankläger); ihre Aufgabe ist es, das Zölibat der unverheirateten Frauen zu überwachen.
Die obersten Priester leben zölibatär. Das essenisches „Kommunions“-Ritual erfolgt mit geweihtem Brot und Wein. Bei der Taufe fahren die Priester mit einem Boot auf den See hinaus, worauf Täuflinge auf sie zuwaten („über das Wasser gehen“) und die "Fische" von den „Fischersleuten“ an Bord gezogen werden. Am Versöhnungstag (Yom Kippur) im September wird vom „Vater“ im Heiligtum des Klosters von Mird ein symbolischer „Sohn“ bestimmt. Für Jungen im Alter von 12 erfolgt die Zeremonie der „Zweiten Geburt“ (symbolische Wiedergeburt). Bei einer Exkommunikation, einer 4-tägigen spirituellen Hinrichtung, wird der Exkommunizierte im Totenhemd („todkrank“) in der Grabkammer von Qumran (Abrahams Schoß) eingeschlossen und seine Seele ist für immer verdammt, wenn er nicht bis zum 3. Tag begnadigt (wieder auferweckt) wird.

31
v. Chr.
Qumran Qumran Menora
In Jerusalem lässt Herodes der Große den Tempel im griechischen Stil völlig umbauen, was einem Neubau gleichkommt. Dieser Tempel wird schließlich zum Ende des jüdisch-römischen Krieges im Jahre 70 n.Chr. bei der Eroberung Jerusalems durch die Römer unter Titus zerstört. 20
v. Chr.
Herodes Jerusalem Jerusalem

Der stolze und gegenüber der römischen Besatzungsmacht unnachgiebige germanische Stamm der Sugambrer, das Volk der Bären, entsteht um 800 v. Chr. und siedelt nach den Hunneneinfällen um 400 v. Chr. südlich der Lippe und nördlich des Mains am rechten Rheinufer an. Von den Römern nach etlichen Kämpfen letztendlich besiegt, begibt sich eine Abordnung ihrer Führer nach Rom, wo diese jedoch durch Kaiser Tiberius gefangen genommen werden und darauf hin gemeinsam Selbstmord begehen. Der Rest der nun führungslosen Sugambrer wird dann ins römische Gebiet auf die linke Rheinseite umgesiedelt.
Die Sugambrer - der erste germanischen Stammesverband, der Könige hat - gelten als die direkten Vorfahren der Merowinger. Sie verehrten den Bären ("ursus", walisisch "arth" → Artus), auch Symbol der Bären-Göttin Diana Arduina, der Schutzgöttin der Ardennen. Laut ihrer Legende sind die Merowinger Nachfahren der Trojaner und Homer berichtet, dass Troya von einer Kolonie von Arkadiern gegründet wurde. Das Wort "Arcadia" stammt von " Arkas", Schutzgott dieses Gebiets in Griechenland.
11 v.Chr. stirbt der aus Troyes (Troja) stammende Francio (→ Name Frankreich), Oberhaupt der sugambrischen Franken und ein Nachfahre Noahs.

11
v. Chr.

 

 

Jesus wird am Abend des 30. August im Jahre 7 als unehelicher Sohn und erstgeborener Nachkomme aus der Linie Davids von "Jungfrau" Maria (sem. „almah“, "junge Frau") und Joseph (sem. „naggar“, „Meister seines Faches“) mit dem Namen Jesus (hebräisch „Jehoshua“, „Jahwe rettet“) geboren. Sein offizieller Geburtstag wird, um dem messianischen Brauch zu entsprechen, auf den 15. September verlegt.

7
v. Chr.
Geburt Jesus
Am 6. Juni 30 findet die Verlobungsfeier des damals 36jährigen Jesus mit der 27jährigen Maria Magdalena in Kanaa statt.
Am 3. September desselben Jahres findet ihre Erste Hochzeit im Haus von Simon Zelotes in Kanaa statt, bei der Maria Magdalena nach messianischer Tradition Jesus die Füße salbt.
30 Kana
Der römische Soldat Tiberius Iulius Abdes Pantera (* um 22 v. Ch. in der phönizischen Stadt Sidon; † um 40 nahe dem heutigen Bad Kreuznach) soll der leibliche Vater von Jesu Christi aus einer unehelichen Beziehung mit Maria während ihrer Verlobungszeit mit Joseph sein.
Grabsteininschrift: Tib(erius) Iul(ius) Abdes Pantera Sidonia ann(orum) LXII stipen(diorum) XXXX miles exs coh(orte) I sagittariorum h(ic) s(itus) e(st)
Pantera

Herodes Antipas, der zweite Sohn von Herodes dem Großen, verliebt sich in seine Schwägerin und Nichte Herodias. Als Johannes der Täufer diesen doppelten Ehebruch öffentlich angeprangert, stiftet Herodias ihre Tochter Salome an, von ihrem Stiefvater als Belohnung für ihre Tanzdarbietung die Hinrichtung von Johannes zu fordern. Dieser wird daraufhin enthauptet und Salome präsentiert auf einem Teller seinen Kopf.
Diese Begebenheit bildet den Ausgangspunkt für die Reliquienverehrung von Johannes dem Täufer. Das von Herodias vergrabene Johanneshaupt wird mehrmals wiederentdeckt und gelangt als Reliquie über Samaria, den Ölberg, Emessos (Emesa), Comana Pontica und Side in das Stusionkloster in Konstantinopel. Als dann 1204, während des Vierten Kreuzzuges, Konstantinopel durch die Kreuzritter zerstört und geplündert wird, findet der Domherr Wallon de Sarton aus Picquigny in den Ruinen eines der Paläste die Reste eines menschlichen Kopfes auf einem Silberteller. Die griechische Inschrift darauf bestätigt ihm, dass es sich um den abgeschlagenen Kopf des Johannes handelt. Wallon de Sarton nimmt die Reliquie mit nach Frankreich und übergibt sie am 17. Dezember 1206 seinem Onkel, dem Bischof Richard de Gerberoy von Amiens, wo sie nach dem Neubau der Kathedrale in einer Kapelle aufbewahrt wird und sich um den Kopf des hl. Johannes des Täufers ein Wallfahrtskult entwickelt.

31

Salome Amiens

Im März feiern in Betanien Jesus und Maria Magdalena, die bereits im dritten Monat schwanger ist, ihre Zweite Hochzeit. Vorschriftsmäßig salbt sie ihm dabei Haupt und Füße.
Abendmahl des HerrnAm Tage des Paschafestes, am Freitag, dem 20. März 33, findet die Jesu Kreuzigung statt. Sterbend ruft er: „Eli, Eli, lama sabachthani" ("Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"). Der Centurion Longinus durchbohrt mit seiner Lanze die Seite von Jesus Christus, um seinen Tod festzustellen. Später hat dieser magische Speer oft den Sieg von christlichen über arabische oder andere heidnische Heere bewirkt. Der reiche jüdische Ratsherr Joseph von Arimathea fängt in der Schale des letzten Abendmahles das herunter tropfende Blut Jesu auf, welches die Kraft besitzt, Wunden zu heilen. Er bittet Pilatus, Jesus vom Kreuz nehmen zu lassen und bestattet ihn in dem ursprünglich für sich selbst vorgesehenen Grab in seinem Garten.
Am Samstagabend des 17. April , drei Tage nach seinem Tod, ist Jesus Christus wieder auferstanden.
Nach der Himmelfahrt Jesu wird Joseph von Arimathea verdächtigt, seinen Leichnam beseitigt zu haben und er wird ins Gefängnis geworfen.
6 Monate nach der Kreuzigung, am 15. September bringt Maria Magdalena, 30 Jahre alt, eine Tochter zur Welt, die den Namen Tamar (griech. Damaris) erhält.
Der 39jährige Jesus muss ab nun bis zu seiner "Wiederherstellung" ein 3jähriges Zölibat einhalten. Während dieser zölibatären Jahre gelten die Frauen, so auch Maria Magdalena, als "Witwen" oder "verkrüpelte Frauen".

33 Abendmahl Christus am kreuzkreuzabnahme Joseph.v.Arimathäa
jesu grab

Als sich Jesus in Samaria aufhält, gebiert ihm Maria Magdalena, ein Jahr nach seiner "Wiederherstellung", den ersten Sohn mit Namen Jesus d.J. Jetzt muss Jesus ein 6jähriges Zölibat auf sich nehmen.

37 Provost

6 Jahre nach der Geburt ihres ersten Sohnes nahmen Jesus und Maria Magdalena im Dezember 43 ihren Ehestatus nochmals auf.
Mit Marta, Maria Jakobus (der Ehefrau von Kleopas) und Maria Salome (Hohepriesterin Sara) sowie dem Apostel Philippus und Simon Zelotes (Lazarus) emigriert Maria Magdalena nach Gallien, wo sie in Ratis landet, dem heutigen Les Saintes Maries de la Mer in der Camargue (Hrabanus Maurus: „Von den Gestaden Asiens reisten sie, getrieben von einem Ostwind, über das Mittelmeer zwischen Europa und Afrika, und ließen die Stadt Rom und Italien zu ihrer Rechten zurück. Weiter nach Norden trafen sie auf die Stadt Marseilles in der gallischen Provinz von Vienne, wo die Rhone ins Meer mündet. Dort trennten sie sich, nachdem sie Gott, dem großen König der Welt, gedankt hatten.“).
Maria Magdalena bringt 41jährig in der französischen Provence, in Massilia (Marseilles), ihren zweiten Sohn, das "Gralskind", mit Namen Joseph zur Welt („Ein Zeichen erschien am Himmel: ein Drache, groß und feuerrot, mit 7 Köpfen und zehn Hörnern und mit 7 Diademen auf seinen Köpfen (Rom) stand vor der Frau, die gebären sollte, er wollte ihr Kind verschlingen, sobald es geboren war. Und sie gebar ein Kind, einen Sohn. Die Frau aber floh in die Wüste, wo Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen hatte. Da entbrannte im Himmel ein Kampf, Michael und sein Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen (Kampf gegen die röm. Unterdrückung). Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange. Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes. Als der Drache erkannte, dass er auf die Erde gestürzt war, verfolgte er die Frau, die den Sohn geboren hatte. Aber der Frau wurden die beiden Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste an ihren Ort fliehen konnte. Da geriet der Drache in Zorn über die Frau und er ging fort, um Krieg zu führen mit ihren übrigen Nachkommen, die den Geboten Gottes gehorchen und an dem Zeugnis für Jesus festhalten.“).
Danach reisen die Flüchtlinge weiter in die Gegend von Aix de Provence, wo Maria Magdalena später in der Abtei St. Maximus (St. Maximin) begraben wird.

44

Giotto Magdalenenaltar Ankunft
Sara Saint Baume

Joseph von Arimathäa wird vom auferstandenen Jesu aus der Gefangenschaft befreit, muss aber Judäa verlassen. Zusammen mit seiner Schwester Enygeus, deren Mann Bron sowie Nikodemus bringt er auf einem Schiff den Hl. Gral nach Avaron (Glastonbury) in Britannien. Er lässt sich dort nieder und errichtet mit seinen 12 zölibatären Missionaren Lady’s Chapel, die 1. Kirche in Westeuropa. Joseph von Arimathia wird somit zum 1. Gralshüter. Er übergibt schließlich den Kelch samt der Geheimbotschaft, die er von Christi in seiner Gefangenschaft erhalten hatte, Bron. Weil eines Tages sich einige der Fleischeslust sündig machen, ertönt aus dem Gral eine Stimme und sie bereiten in Erinnerung an das Letzte Abendmahl eine Tafel. Bron angelt einen Fisch, der mit Ausnahme der Sünder alle sättigt; diese müssen Gemeinschaft verlassen. Enygeus und Bron bekommen 12 Kinder; eines von ihnen, Alein, wird Hüter des Grals.

49

joseph arimatheia Joseph v. Arimathäa glastonbury Glastonbury
Caractus (Arviragus), Sohn von Bran und Anführer des walisischen Stammes der Catuvellauni, wird nach seiner Niederlage gegen die Römer von Cartimandua, der Königin der Briganten, nach Rom ausgeliefert, dort aber von Kaiser Claudius begnadigt. Seine beiden Kinder Claudia und Linus gehören der dortigen christlichen Gemeinde an. 51 Caratacus
Maria Magdalena stirbt im Alter von 60 Jahren in Aix-en-Provence. Sie wird von ihrem großen Förderer, Simon Zelotes, der unter dem Namen Lazarus erster Bischof von Marseille (Kirche St. Victor) wird, in einem Alabastersarg in St. Baume in Südfrankreich begraben. Lazarus kehrt nach dem Tod Maria Magadalenas zuück ins Hl. Land, nach Jerusalem und Jordanien. Magdalenas Grab in Saint Maximin wird seit Anfang des 4. Jahrhunderts von cassianitischen Mönchen bewacht. 63 Saint.Maximin
Markus schreibt in Rom sein Evangelium. 66  
Linus, der Sohn des bei der Eroberung Britanniens durch die Römer besiegten und als Gefangener nach Rom gebrachten britischen Königs Caractus, wird als Nachfolger des hl. Petrus von 67 bis 79 Bischof von Rom. 67

Linus

Der römische Kaiser Flavius Titus erobert mit seiner Streitmacht Jerusalem und macht die Heilige Stadt dem Erdboden gleich. Dabei erbeutet er den Tempelschatz (7-armiger Leuchter, Abendmahlschale, Gold, Edelsteine) und bringt ihn nach Rom. Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die Zerstreuung der Juden über ganz Europa. 70  
Nach mehreren Belagerungen durch die römische Armee fällt auch die letzte jüdische Bastion, die südwestlich vom Toten Meer gelegene Bergfestung Masada, indem der Garnisonskommandant Eleazar Ben Jair den Massenselbstmord der 1000 eingeschlossenen Juden organisiert; nur 2 Frauen und 5 Kinder überleben. 74  
Das Markusevangelium dient Lukas, dem Arzt, als Vorlage für sein um 80 n.Chr. in Antiocha am Orantes verfasstes Evangelium. 80  
Das Matthäus-Evangelium taucht um 85 n.Chr. in Koprinth zum ersten Mal auf. 85  

Der Britenkönig Lucius, „Lleiffer Mawr“ (Großes Licht), bekennt sich öffentlich zum Christentum und bittet Papst Eleutherius um Hilfe bei seiner Bekehrung Britanniens. Dieser entsendet ihm die beiden Missionare Fuganus und Duvianus, die zusammen mit dem König erfolgreich ganz Großbritannien christianisieren. Unter anderem errichtet er auf dem Boden einer alten heidnischen Kultstätte in Glastonbury eine Kapelle für den Hl. Michael.

156 Hl. Lucius Glastonbury St. Michael Kapelle

Die 5500 auf Britannien stationierten, ursprünlich aus dem südrussischen Steppenland kommenden sarmatischen Lanzenreiter werden von dem römischen Heerführer Lucius Artorius Castus kommandiert, der später zum Vorbild für König Artus wird. Artorius Castus stammt aus Süditalien und war zunächst Centurio in Syrien und Pannonien, bevor er 175 von Kaiser Marc Aurel zur Verteidigung gegen die Angriffe scotischer Stämme an den Hadrianswall versetzt wird. 185 kommt er als "dux" nach Aremorica, in die Bretagne. Nach Beendigung seiner militärischen Laufbahn wird L. Artorius Castus Prokurator von Liburnia in Dalmatien.

185 Lucius Artorius Castus Pintunium
In Gallien finden durch die Römer Massenverfolgung der Christen statt. 19000 Christen werden getötet; unter ihnen auch der Bischof von Lugdunum (Lyon), der hl. Irenäus. Für diesen aus Smyrna (Izmir) stammenden Kirchenvater steht die Lehre des Apostel Paulus, der Glaube an einen einzigen Gott und Schöpfer, im Mittelpunkt. Gleichzeitig stellt er sich in seinem Buch "Adversus haereses" gegen die dualistische Vorstellung der gnostischen Nazoräer, die Gott als Herrn des geistigen Lichtreiches das böse Reich der finsteren Materie gegenüberstellen. 202 Irenäus

Kaiser Marcus Aurelius Antoninus (Elagabal) überführt aus der syrischen Stadt Emesa ( auch Homs od. "La Chamelle") den heiligen Stein (riesiger, bienenkorbförmiger, schwarzer Stein) des dort aus vorarabischer Zeit verwurzelten Kultes des Sonnengottes Elagabal nach Rom und erhebt ihn als Sol-Invictus-Kult zur römischen Staatsreligion.

219 emesa elegabal
Der 216 nördlich von Babylon geborene persische Adelige Quirbakhar nennt sich Mani und begründet die nach ihm benannte religiöse Bewegung der Manichäer. Kernpunkt der sich an der Lichtreligion von Zarathustra orientierten Lehre ist der Kampf des Lichtes gegen die Finsternis, wobei Jesus zum aus dem Reich des Lichts herabsteigenden Erlöser der Menschen wird. Bei den Gläubigen werden die Hörer (Auditores) und die Auserwählten (Electi) unterschieden. Letzteren sind 3 ethische Grundsätze auferlegt: Das Siegel des Mundes verpflichtet zur Enthaltung von Fleisch, Blut, Wein und Früchten, das Siegel der Hände mit der Enthaltung von jeglicher Arbeit sowie das Siegel der Enthaltsamkeit mit dem Verbot jeglichen Geschlechtsverkehrs. Der christliche Kirchenvater Augustinus von Hippo, der anfangs selbst 10 Jahre Auditor ist, verfolgt später die Manichäer unbarmherzig. 228 mani

Kaiser Decius ordnet die erste offizielle und im gesamten Römischen Reich systematisch durchgeführte Christenverfolgung an: "Wer die Götter Roms nicht verehrt und dem allmächtigen Kaiser das Opfer verweigert, ist des Religionsfrevels und des Majestätsverbrechens schuldig." Bei Bedarf sieht man von der Todesstrafe ab und liefert die Frauen und Mädchen an Freudenhäuser, die Männer als Arbeitssklaven an Bergwerke aus, wo ihnen bei der Ankunft ein Auge entfernt, der linke Fuß und das rechte Knie zerschlagen wird und sie kastriert und mit der Hüfte an die Fußgelenke gefesselt werden.

249 Decius

Kaiser Aurelian unterstützt die Ausbreitung des Mithraskultes und erklärt Mithras als "Sol Invictus" (unbesiegten Sonnengott) zum Römischen Reichsgott. Erstmals feiern die Römer am 25. Dezember dessen göttlichen Geburtstag, wodurch das ehemalige Einweihungsfest des babylonischen Erlösers Dumuzi-Tammuz, das zur Wintersonnenwende gefeiert wurde, umfunktioniert und zum Grundstein für das spätere Weihnachtsfest wird. Auf Münzen erscheint die Inschrift "Sol Dominus Imperii Romani" (Die Sonne, Herrscher des Römischen Reiches), wodurch Aurelian sich selbst als oberster Stellvertreter des Sonnengottes auf Erden darstellt. Im Zentrum des Mithraskultes steht die sogenannte Tauroktonie, die „Tötung des Stiers“ durch Gott Mithras. Die Anhänger dieser Religion kommen zur Feier ihres Gottes in unterirdischen Grotten, den Mithräen, zusammen, an deren Stirnseite sich ein Altar mit dem Bild des stiertötenden Mithras in persischer Tracht mit der phrygischen Mütze befindet.

274 aurelian mithraeum mithras

Als bei der Überquerung der Alpen die 6600 Mann seiner vorwiegend aus christlichen Männern zusammengesetzte Thebäischen Legion meutern, weil sie nicht gegen andere Christen kämpfen wollen, gibt Kaiser Maximian erzürnt den Befehl, die Legion zu dezimieren, indem er jeden zehnten Mann hinrichten lässt. Da diese Maßnahme nicht zum gewünschten Erfolg führt, befiehlt der Kaiser die völlige Vernichtung der Legion. Ohne Gegenwehr lassen sich die Mannschaften unter ihrem Kommandeur Mauritius, der im Besitz der Reichskleinodien, dem Reichsschwert und der Heiligen Lanze, ist, als Märtyrer für ihre Religion hinrichten.

302 Mauritius
Mit einem Edikt vom 23. Februar 303 startet Kaiser Diokletian die letzte große reichsweite Christenverfolgung, um deren Religion und ihre Anhänger endgültig auszurotten und so das Reich zu stabilisieren. Er verfügt die Zerstörung von Kirchen, die Verbrennung christlicher Schriften, die Einkerkerung und Folterung aller christlichen Beamten und Bischöfe sowie die Todesstrafe für alle, die die Opfer an die römischen Kaiser verweigerten. 303 Diokletian

Dem römischen Kaiser Flavius Valerius Constantinus (Konstantin I. der Großen, 270 bis 337) erscheint vor der Schlacht um die Vorherrschaft im weströmischen Reiches an der Milvischen Brücke in Rom das Christusmonogramm "in hoc signo vinces" (in diesem Zeichen wirst du siegen). Er lässt das Kreuzeszeichen auf den Standarten anbringen und gewinnt am 28. Oktober den Kampf. Daraufhin stellt er die Christenverfolgungen ein, erhebt das Christentum zur Staatsreligion und versucht die westliche mit der östlichen Kirche (Arianer) zu vereinen. Das Kreuzzeichen, welches sich vom Anfangsbuchstaben Taw des semitischen Namens Tammuz des Gottes Mithras herleitet, wird zum Symbol für Jesus Christus. Konstantin befestigt einen Nagel vom Kreuz Christi an seiner Krone, ruft sich selbst als Apostel aus, bestimmt den Laterans-Palast als zukünftigen Sitz des Bischofs. Unmittelbat vor seinem Tod in der von ihm neu geweihten römischen Hauptstadt Konstantinopel empfängt der die hl. Taufe. Sein nach dem gleichnamigen Herrschergeschlecht getragenen Gentilnamen „Flavius“ entwickelt sich in der Folge zum Herrschertitel. Vom 4. bis zum 6. Jahrhundert stellen nicht nur fast alle weiteren Kaiser, sondern auch die führenden Beamten den Namen "Flavius" ihrem eigentlichen Namen voran, der ein Nahverhältnis zum Kaiser ausdrückte.

312 Konstantin konstantin Konstantin christus.monogramm
Das zwischen zwischen Konstantin I., dem Kaiser des Westens, und Licinius, Kaiser des Ostens, vereinbarte Toleranzedikt von Mailand bedeutet die freie Glaubensentscheidung für alle Religionen, also auch die ofizielle Anerkennung des Christentums. 313  
Auf dem Konzil von Arles verlegt Kaiser Konstantin der Große den Geburtstag Jesu auf den 25. Dezember, um das das christliche Fest vom jüdischen zu trennen und außerdem die heidnische Wintersonnwendfeier damit zu ersetzen. 314  
Donatus von Karthago wird Bischof der Donatisten, einer christlichen bildstürmerischen Sondergemeinde von perfekten Heiligen in Nordarfrika, die sich selbst "Kirche der Märtyrer" nennt. In ihr gibt es keinen Raum für Sünder; alle Sünder sollen von der Kirche ausgeschlossen werden, alle von sündigen Priestern gespendeten Sakramente werden als ungültig betrachtet. Der Hl. Augustinus von Hippo verfolgt die Donatisten und versucht sie gewaltsam zu bekehren. 316 augustinus

Kaiser Konstantin I. beruft am 20. Mai das 1. Konzil in Nicäa bei Konstantinopel ein, um den Richtungsstreit innerhalb der christlichen Kirche zwischen den Trinitariern und den Arianern zu schlichten. Während die Homoousianer erläutern, dass Gott Vater, Gottes Sohn und der Heilige Geist wesensgleich sind, also eine Einheit bilden (Hl. Dreifaltigkeit), argumentiert der lybische Priester Arius (260-336) dagegen, dass Gott Vater und Jesus Christus nur wesensähnlich sind, nur Gott Vater einzigartig und ewig ist, Gottes Sohn nur ein perfektes Abbild des Vaters ist. Das Konzil endet mit der Formulierung des nicänischen Glaubensbekenntnisses der Katholiken, die gnostischen Christen unter Arius werden als Ketzer und Häretiker bezeichnet und nach Illyrien verbannt.

325 nicaea arius

Am 11. Mai 330 n. Chr. macht Kaiser Konstantin der Große Byzanz zu seiner neuen Residenz und sie wird unter dem Namen Constantinopel die Hauptstadt des Oströmischen Reiches. Er lässt sie durch zahlreiche Bauten erweitern; darunter eine bronzene Schlangensäule aus Delphi, die eine goldene Schale trägt, sowie eine Palastanlage mit der besonderen "Pharoskapelle" (gr. Faros, Leichentuch), in der das in seinem Besitz befindliche Grabtuch Jesu Christi aufbewahrt wird. Dieses Leinentuch, in welches Jesus nach seinem Kreuzesstod von Joseph von Arimathäa nach jüdisch-ägyptischer Art eingewickelt wurde, ist 4,36 Meter lang und 1,10 Meter breit und zeigt den Abdruck der Vorder- und Rückseite eines 1,81 Meter großen, gekreuzigten Mannes mit Bart und langem Haar sowie Spuren einer Geißelung, Dornenkrönung, Annagelung und Brustöffnung. 1356 taucht das Tuch in einer Kirche in Lirey, bei Troyes in Frankreich auf, wird 1453 durch den Herzog von Savoyen erworben und kommt im Jahre 1578 auf Wunsch des Hl. Karl Borromäus nach Turin, wo es in einer Seitenkapelle des Domes aufbewahrt wird und nur an besonderen Feiertagen öffentlich zu sehen ist.

330 Turiner Grabtuch Turin

Mit Beginn des 3. Jahrhunderts verbinden sich mehrere germanische Völker zu einem losen Völkergemsich, und werden, nachdem sie im Jahre 358 durch den römischen Kaiser Julian Apostata besiegt werden. von den Römern mit dem Sammelnamen "Franken" bezeichnet.

358 julian.apostata

Der Hl. Martin von Tours, 316 als Sohn eines römischen Tribunen in Sabaria (Szombathely) geboren, teilt als junger Soldat im römischen Heer am Stadttor von Amiens mit einem frierenden Bettler seinen Mantel. Mit 18 Jahren empfängt er die Taufe, kehrt nach in seine Heimat nach Pannonien zurück und bekehrt seine Mutter zum Christentum. Von den dortigen Arianern vertrieben, wird er Einsiedler und gründet um 360 in Ligugé das erste Kloster Galliens. 371 wählt ihn der Klerus und das Volk von Tours zu ihrem Bischof, obwohl er sich selbst dieses Amtes unwürdig empfindet und in einem Gänsestall versteckt. Die aufgeregt schnatternden Gänse verraten ihn aber und er muss das Bischofsamt annehmen (Martinigans). Martin ist der Landespatron Frankreichs und des Burgenlandes.

372 hl.martin st.martin1Michel Van Loo oder Louis de Boulongne oder ?: Germanus, um 1740, in der Kathedrale Saint-Germain in Rimouski bei Quebec in KanadaBild, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der Stiftskirche St-Barnard in Romans-sur-Isère

Als Damasus am 1.10. 366 zum Papst gewählt wird, erhebt eine arianische Minderheit Diakon Ursinus zum Gegenpapst. Zwischen beiden kommt es zu blutigen Kämpfen, in denen sich Damasus, der den Arianismus und Apollinarismus (Jesus hat zwar einen menschlichen Körper, aber keinen menschlichen, sondern ausschließlich göttlichen Verstand) bekämpft, durchsetzen kann. Der endgültige Sieg der nicänischen Theologie wird schließlich durch das von Kaiser Theodosius I. erlassene Religionsedikt von Thessalonich vom 28.2.380 besiegelt. Dieses wird dann 381 von der 2. Synode zu Konstantinopel bestätigt, die auch dem Bischof von Rom als Nachfolger Petri mit dem Titel "Apostolischer Stuhl" die Vorrangstellung gegenüber allen anderen Bischöfen zuspricht. Aus dem Mithraismus wird der Titel Papst (Pater Patrum, sumerisch: Papa, Oberster Bruder) sowie die rote phrygische Mütze übernommen, wie sie noch heute der säkularisierte Weihnachtsmann trägt. Damasus beauftragt auch Hieronymus mit der Revision der lateinischen Bibelübersetzung, Vulgata genannt.

380 damasus damasus.hieronymus hieronymus
408 n. Chr. überfällt der Westgotenkönig Alarich die Gebiete der heutigen Steiermark, Sloweniens und Ungarns 408  

Der Gotenkönig Alarich erobert 410 n. Chr. Rom, plündert die Metropole und nimmt die Schwester Kaiser Theodosius I., Galla Placidia, als Geisel. Dabei fällt ihm der sagenhafte Schatz Salomons (darunter der 7-armige Leuchter und die Abendmahlschale) in die Hände, den Kaiser Titus bei der Eroberung Jerusalems im Jahre 70 n.Chr. geraubt hatte.
Alarich stirbt im gleichen Jahr auf dem Weg nach Sizilien in Cosenza und wird im Flussbett des Busento begraben.
Johannes Cassianus, ein Einsiedler aus Bethlehem, gründet 410 in Marseilles eines der ersten westlichen Klöster, nämlich ein zweifaches, für Männer und Frauen, ein spirituelles Zentrum, das zum Ursprungsort von Maria Lichtmeß, einem Nachfolgeritual der Fackelprozession für Persephones Reise in die Unterwelt wird. Cassian verurteilt die Ordinierung als "gefährliche Praxis" und erklärt, dass die Mönche den Kontakt mit den Bischöfen meiden sollten.

410 alarich galla.placidia
Johannes Cassianus (360-435), in Bulgarien geboren, zuerst asketischer Einsiedler in Betlehem und Ägypten, später Schüler von Chrysostomus, dem Patriarchen von Konstantinopel, gründet bei Massilia (Marseille) mit dem Männerkloster Sankt Viktor und dem Frauenkloster Sankt Salvator eine der ersten von der Episkopalkirche unabhängigen Klöster, deren Vorsteher er bis zu seinem Tod bleibt. Bemüht, das östliche Mönchtum im Westen heimisch zu machen, verfasst er eine Reihe von Schriften, mit denen er die Entwicklung des abendländischen Mönchtums stark beeinflusst; darunter die "Achtlasterlehre", in welcher er die Hauptlaster: Unmäßigkeit, Unkeuschheit, Habsucht, Zorn, Traurigkeit, Überdruss, Ruhmsucht, Hochmut postuliert. 415 Cassianus

Im 5. Jahrhundert zerfallen die Franken, jenes germanische Volk, das seit dem 3. Jahrhundert zwischen dem niederen Rhein und dem nördlichen Gallien siedelt in 2 große Gruppen: die Francs rhénans (um Köln herum) und die Francs saliens (an Maas und Schelde). Zu diesem Zeitpunkt betritt das Geschlecht der Merowinger mit den legendären ersten Anführern Chlodio und Merowech die Europäische Bühne.
Chlodio (der Langhaarige),
Sohn von Faramund und Argotta, ist der erste namentliche König der Salfranken (ca. 425–455) mit seinem Hauptsitz in Dispargum (Duisburg), Merowech d. A. (417– 438) ist, wie es sein Name Mérowée (mère + mer), schon andeutet, halb übernatürlicher Herkunft: Als nämlich die Mutter von König Chlodio im Meer badet, wird sie von einer Bestie Neptuns, einem Quinotaurus, überwältigt und von diesem schwanger.
Die Geschicke der Dynastie der Merowinger werden von allen geteilt, Sie sehen sich als Inkarnation des Göttlichen und so werden alle, in deren Adern dieses Blut fließt, ab dem 13. Lebensjahr automatisch zu "Priesterkönigen", die selbst mit den Regierungsgeschäften nichts zu tun haben wollen und diese an die Hausmeier übertragen. Sie sind mit den okkulten Lehren und der Kunst des Handauflegens vertaut, können mit Tieren reden, vor Unheil schützen, ein langes Leben bewirken und durch das Berühren von ihren Gewandtroddeln Schmerzen lindern. Alle Könige tragen zum Zeichen ihrer übernatürlichen Fähigkeiten lange Haare und eine aus kleinen Metallplatten zusammengesetzte, flexible Rüstung, einen Reptilienlook, der an ihre Enstehung aus einem Meerungeheuer erinnert. Sie sind durch ein rotes, kreuzförmiges Muttermal über Herzen oder zwischen den Schulterblättern gekennzeichnet; ihre Schädel weisen einen rituellen Einschnitt am Kopf auf, um der Seele die Möglichkeit des Austritts für Rückkehr zu Gott zu geben. Ihr Symboltier ist die Biene (Zikade).

420 chlodio merowech

Vortigern von Powys in Wales wird durch die Druidenältesten zum Pendragon (Pen Draco Insularis = „Oberdrache der Insel“), Hochkönig von Britannien gewählt und trägt von nun an das Emblem des Drachens (roter Drache auf der Flagge von Wales). Nach dem Abzug der Römer lädt er die wilden und gottlosen, aus Friesland kommenden Sachsen ein, sich auf der östlichen Seite von England niederzulassen. In der Folge erhalten diese weiteren Zuzug vom Kontinent und usurpieren Zug um Zug die römisch-keltische Bevölkerung.

425  

Lupus (383-478), der Sohn eines aus Rom stammenden Adeligen, ist mit Pimeniola, der Schwester des Hilarius von Arles, verheiratet und arbeitet zunächst für den Gouverneur Germanus von Auxerre. Nach sieben Ehejahren entscheiden sich Lupus und seine Frau für ein zukünftiges Leben im Kloster und er geht als Mönch in die Abtei Lérins auf der Insel Saint-Honorat, wo auch einer seiner Brüder, Vinzenz von Lérins, lebt. Im Jahr 426 wird er Bischof von Troyes. 429 begleitet er Bischof Germanus auf dessen Reise nach Britannien. Als im Jahr 451 Attila mit seinen Truppen in Frankreich einmarschiert, begibt sich Lupus persönlich zu Attila und kann diesen überzeugen, Troyes zu verschonen und sich aus der Region zurückzuziehen.

426 Lupus Vincent de Lerins
Kaiser Theodosius II. beruft ein Ökumenisches Konzil nach Ephesus ein, um die Frage zu klären, ob Maria als Gottesgebärerin verehrt werden solle. Mit der Zustimmung der Teilnehmer wird der Marienkult eingeführt. Damit wird Maria zur Brücke zwischen der neuen christlichen Religion und dem alten Kult der vielgestaltigen orientalischen Muttergottheit Ischtar. Maria erscheint geradezu als Kopie der heidnischen Muttergöttinnen, mit dem Sternenmantel der Aphrodite, Urania und Isis, mit der Taube der Ischtar oder dem Mond der Artemis. 431  

Der weströmische Heermeister Flavius Aetius vernichtet mit Hilfe seiner hunnischen Hilfstruppen 436 die Burgunder in Worms (historischer Kern der Nibelungensaga) und siedelt diese im Rhônetal an. Die Burgunder übernehmen von den Hunnen die Mode der durch Fatschen verformten "Turmschädel".

436  
Bischof Germanus (378-448) entstammt einer vornehmen Familie, studiert Rechtswissenschaften in Rom und wird Oberbefehlshaber der römischen Truppen seiner Provinz, ehe er - beeindrucht vom klösterlichen Leben in Lérins - Priester und 418 Bischof in seiner Heimastadt Auxerre wird. Er gründet Kirchen und Klöster und fördert das Mönchtum in Gallien; so und. Hier begegnet er auch , die er ermutigte er auch Genoveva von Paris zum asketischen Leben. 429 reist er mit Bischof Lupus von Troyes zur Mission nach England, wo er 432 Patrick von Irland zum Bischof weiht und den katholischen Glauben gegen die Irrlehren des Pelagianismus verteidigt. 429 Germanus Germanus

Merowech d. J. (Meroveus, 448-457), Sohn von Clodio, wird in Tournai zum König des geeinten Frankenreiches ausgerufen. Er ist der Namensgeber für die Dynastie der Merowinger, einer messianischen Linie abgeleitet, die direkt von Jakob (Josef von Arimathäa) abstammt.
Als langhaarige Magierkönige knüpfen sie an das Gelübde und die Tradition für höhergestellte Nasiräer (Juden) an: Als Oberhaupt sind sie heilig und müssen ihr Haar frei wachsen lassen,
kein Schermesser soll ihr Haupt berühren und sie sollen auf Wein und Bier verzichten. Als davidische Kronprinzen ist ihr Vorbild König Salomo. Demnach sie sind in feierlichem Schwarz mit einem scharlachroten Mantel bekleidet und verehren die 3 weisen Magier (Schutzheilige Kaspar, Melchior und Balthasar von Köln). Die spirituelle Praxis ähnelt der der Druiden: Sie sind esoterische Richter, Heiler, Hellseher und Zauberer in der Tradition samaritischer Magier. Sie glauben an die verborgene Kraft der Bienenwabe (aus hexagonalen Prismen bestehend = Manifestation der Göttlichen Harmonie in der Natur), weshalb für sie die Biene eines der heiligsten Geschöpfe (hl. Emblem der ägyptischen Königshäuser) als Symbol der Weisheit ist. Politisch sind sie nicht aktiv, sondern überlassen die Regierungsgeschäfte ihren Hausmeiern (oberste Minister), während sie sich für Soziales, Bildung, Agrarkultur und den Seehandel interessieren. Die Söhnen der Könige wird im Alter von 12 Jahren durch Initiation das ererbte Recht auf die dynastische Königswürde übertragen (heilige Erbfolge).

448 merowech.d.j. Merowech

Genoveva (422-502) ist die Tochter von gallisch-römischen Patriziern. Im Alter von sieben Jahren begegnet sie Germanus von Auxerre, der ihr ein kupfernes Medaillon mit dem Kreuzzeichen schenkt und für ein heilig zu führendes Leben inspiriert. Mit 15 Jahren legt sie das Gelübde der Jungfräulichkeit ab, geht nach Paris und widmet sich den Armen und Kranken. Als Attila 451 auf Paris marschiert, sammelte sie Frauen zum Gebet um sich und forderte die Männer auf, Maßnahmen zur Verteidigung der Stadt zu ergreifen. Und tatsächlich: die Hunnen umgehen Paris und wenden sich Orléans zu. Auch in der Folge bewahrt sie durch ihre Taten die Stadt vor vielem Leid. Nach ihrem Tod wird sie zur Schutzheiligen von Paris und König Chlodwig lässt über ihrem Grab die ihr geweihte Kirche "Sainte-Geneviève" errichten.

In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern zwischen Troyes und Châlons-en-Champagne kommt werden die Hunnen von den römischen und germanischen Truppen unter Flavius Aetius und Westgotenkönig Theoderich besiegt und zurückgedrängt.

451 Germanus Genoveva Aetius

Ildikó (Hildiko), die Tochter eines burgundischen Fürsten, wird 453 mit dem Hunnenkönig Attila verheiratet, der noch in der Hochzeitsnacht an einer Vergiftung oder einem Blutsturz verstirbt. Als König Etzel lebt er in der Nibelungensage weiter.

453 Attila

Nach dem Tod des englischen Hochkönigs Vortigern um das Jahr 460 sind sich die Stammesführer bezüglich der Nachfolge um die Königswürde uneinig und bestimmen, dass derjenige der rechtmäßige Herrscher Britanniens werde, der das durch Zauberkraft in einen Stein gerammte Schwert "Excalibur" herausziehen könne. Außer Artus, dem auf der Burg Tintagel geborenen Ziehsohn des Druiden Merlin, gelingt dies niemanden und so wird er zum neuen, sagenumwobenen Hohen König auf Schloss Camelot erkoren. wo er gegen den Rat Merlins Guinevere heiratet, mit Gawain, Lancelot, Tristan, Galahad, Keie, Iwein, Mordred, Bors, Parzival, Erec und Gareth die Ritterschaft der "Tafelrunde" gründet und in 12 Schlachten gegen die einfallenden Angeln und Sachsen kämpft. Die größte Aufgabe der Ritter ist aber die Suche nach dem hl. Gral, jenem die Unsterblichkeit verheißenden Gefäß, mit dem Joseph von Arimathea nach der Kreuzabnahme das Blut Jesu auffing und das er danach nach Glastonbury brachte. Als sich Arturs treuester Ritter Lancelot in Königin Guinever verliebt und diese entführt, besiegt ihn Artur auf dessen Flucht in Burgund. Währenddessen nutzt Arturs Sohn Mordred seine Abwesenheit und besteigt selbst den Königsthron. Nach seiner Rückkehr tötet Artur im Zweikampf seinen Sohn Mordred, wobei er sich eine tödliche Verwundung zuzieht. Der sterbende König wird schließlich in einem Boot auf die Insel Avalon gebracht.
Während Artus die davidische Königslinie der Fischerkönige repräsentiert, symbolisiert Anfortas (lat. in fortis = in Stärke; hebr. „Boas“ = Name des Urgroßvaters von David und linker Säule im Tempel Salomons) die Linie der Patriarchen.

460 Arthus Titangel Tafelrunde Camelot

Childerich I. (436-482), Sohn Merowech d. J. und verheiratet mit Basina II., Königin von Thüringen, ist König der salischen Franken westlich des Rheins sowie Verwalter der römischen Provinz Belgica und kämpft erfolgreich gegen die Wetsgoten und Sachsen. In seiner Residenzstadt Tournai wird er mit den Insignien eines römischen Generals in einem Hügelgrab bestattet, das im Jahre 1653 entdeckt wird und neben prunkvollen Waffen und wertvollem Schmuck auch mehrere geopferte Pferde enthält. Von besonderem Interesse sind ein Siegelring mit der Umschrift "CHILDERICI REGIS" sowie 300 goldene Bienen.

463 childerich_I childerich-siegelring
Childerich I. childerich01 Childerich I.

König Chlodwig I. (auch Chlodowech od. Ludwig), wird im Jahre 481 15jährig Nachfolger seines Vaters Childerichs I. Mit der Sagengestalt Siegfrieds im Nibelungenlied in Verbindung gebracht, beendet er endgültig die römische Herrschaft in Gallien und unterwirft im Laufe seiner Regierung alle anderen fränkischen Teilkönigtümer bis hin zu den arianischen Westgoten in Aquitanien und wird damit zum eigentlichen Begründer des Frankenreiches mit der Hauptstadt Paris. Er führt neben dem „Löwen von Juda“, dem „Fisch“ (David) und dem „jüdischen Kleeblatt“ (Bund der Beschnittenen) die Lilie „fleur-de-lys“ zur Kennzeichnung der königlichen Blutlinie Frankreichs ein. Die Verschmelzung von Löwe, Fisch und Lilie symbolisiert die Vereinigung der königlichen Linien von Frankreich und Juda. zu symbolisieren. Beeinflusst durch seine katholische, burgundische Gemahlin Chlothilde fasst er - wenn er die bevorstehende Schlacht von Zülpich gewinne - den Entschluss, sich von seinen Vorfahren, den heidnischen Göttern, loszusagen und sich zum Christentum zu bekehren. 498 empfängt er, und mit ihm 3000 seines Stammes, in Reims durch Bischof Remigius die Taufe und schließt mit der katholischen Kirche einen Vertrag, in welchem zum einen der Status des Papstes in Rom gefestigt, zum anderen Chlodwig - und damit die Merowingerdynastie - als weltlicher Arm der katholischen Kirche mit dem Titel „Novus Constantinus“ legitimiert wird. Dieses Geschehen gilt als entscheidender Schritt zur Christianisierung Europas. Chlodwig erwählt den "Heiligen Martin" zum Schutzpatron des merowingisch-fränkischen Reiches und führt Martins Mantel (lat. cappa - Tarnkappe) als Reliquie und Sieg spendendes Reichskleinod immer mit sich.

498 chlodwig.1 chlodwig.1.1 chlodwigs.taufe Remigius Chlodwig I.
Nach Chlodwigs Tod 511 wird Chlothilde, die Klöster und Kirchen stiftet, als Wegbereiterin für das Christentum zur Heiligen. Chlodwigs Reich wird nach merowingischer, auf der "lex salica" beruhender Sitte, unter seinen vier Söhnen, Theuderich, Chlodomer, Childebert und Chlothar aufgeteilt, welche neue Königreiche mit den Hauptstädten Reims, Orléans, Paris und Soissons begründen. 511 chlodhilde

Der Hl. Benedikt (San Benedetto) aus Norcia bei Perugia
gründet 529 auf dem Monte Cassino das Mutterkloster der Benediktiner und verfasst dort die berühmte „Regula Benedicti". Ein Konzept von Zucht und Maß, das ein zölibatäres Leben, eine einfache Ernährung sowie einen geregelten Tageablauf vorsieht, aus welchem sich gegen Ende des 19. Jahrhunders der benediktinische Wahlspruch „Ora et labora" entwickelt, die Ausgewogenheit zwischen sinnvoller Arbeit und dem Gebet. Benedikt gilt als der Begründer des christlichen Mönchtums im Westen.

529 benedikt montecassino

Chlothar I., der Jüngste der vier Söhne Chlodwigs I., übernimmt nach dem sukzessiven Ableben seiner Brüder nach und nach deren Besitztümer und wird schließlich 561 Alleinherrscher über das gesamte Frankenreich. Seine 4. Ehegattin wird gegen ihren Willen die später heilig gesprochene Radgundis, die er nach dem gemeinsamen Sieg mit seinem ältesten Bruder Theuderich über Thüringen von dort als 10jährige verschleppt hatte. Als Chlothar ihren Bruder ermorden lässt, trennt sie sich von ihm, wird Nonne und gründet an der Clain bei Poitiers über einem keltischen Wasser-Heiligtum der Göttin Diana Nemetona das Kloster Ste-Marie-hors-les-Murs, welches sie zur Abtei Sainte-Croix umbenennt, als ihr der byzantinische Kaiser Justin II. einen Splitter vom Heiligen Kreuz Christi zur Aufbewahrung schickt. Chlothars Tod wird das Frankenreich wieder unter seinen vier Söhne aufgeteilt: Chilperich erhielt Tournai und den Norden, Charibert Paris und den Westen, Gunthram Orléans und den Süden, und Sigibert wird König von Reims im östlichen Austrien (Austrasien).

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theuderich childebert chlothar radegundis

Nach dem Tod von Chlothar I. entwickelt sich brutaler Krieg um die Vorherrschaft im Frankenreich.
In einer Doppelhochzeit heiratet Sigibert I. von Austrien 566 in Reims die Tochter des Westgotenkönigs Athanagild, Brunichildis, die aus diesem Anlass vom Arianismus der Westgoten zum katholischen Glauben der Franken übertritt; Venantius Fortunatus, der spätere Bischof von Poitiers, stellt in seinem Hochzeitgedicht Vergleiche zu Achilles her. Sigiberts Bruder Chilperich I. von Neustrien, wiederum ehelicht Brunichildis ältere Schwester Gailswintha, die er jedoch noch im gleichen Jahr auf auf Anstiften seiner Konkubine Fredegunde erdrosseln lässt.
Als Chilperich wenige Tage später Fredegunde heiratet, entwickelt sich zwischen den Königinnen Brunichild und Fredegunde eine lebenslange persönliche Feindschaft und der Erbschaftsstreit zwischen ihren Ehemännern Sigibert und Chilperich eskaliert zu einem erbitterten Bruderkrieg. Brunichild sinnt auf Blutrache und drängt Sigibert zum Krieg und als dieser gerade 575 in Vitry zum Sieger ausgerufen wird, erdolchen ihn 2 Mörder im Auftrage Fredegundes mit einem vergifteten Schwert. Mit schonungsloser Grausamkeit verfolgt Fredegund alle ihre Feinde, nur um ihrem eigenen Sohn Chlothar die Herrschaft zu sichern: so lässt sie nicht nur Chlodowech und Merowech, zwei der Söhne ihres Mannes Chilperich aus dessen erster Ehe, ermorden, sondern betreibt auch die Ermordung von ihm selbst bei enem Jagdausflug im Jahr 584, um ab da für ihren erst 4 Monate alten Sohn Chlothar II. die Herrschaft in Neustrien bis zu ihrem Tod 597 zu übernehmen und dieser ihr als 13jähriger nachfolgt.
Auch Brunichildis regiert nach dem Tod Sigiberts 575 mit unglaublicher Brutalität für ihren unmündigen Sohn Childebert II.. Als dieser 596 im Alter von 26 Jahren stirbt, flieht Brunichild aus Austrien nach Burgund, wo sie Regentin für ihre minderjährigen Enkel Theudebert II. in Austrasien und Theuderich II. in Burgund wird. In einem Bruderkrieg zwischen Theudebert und Theuderich verlieren 612 beide ihr Leben, worauf Brunichild ihren Urenkel Sigibert II., den unmündigen Sohn Theuderichs, zum König erheben lässt, um in seinem Namen zu regieren. Aber die burgundischen Adeligen rebellieren, verbünden sich 613 mit Fredegundes Sohn, Chlothar II., der Sigibert II. tötet und Brunichild zuerst foltern und dann von einem Pferd zu Tode schleifen lässt. So kann Chlothar II. das Frankenreich unter seiner Herrschaft wieder vereinen.

Der erbitterte Streit zwischen Brunichildis und Fredegunde ist Vorlage für den Königinnenstreit der Nibelungensage, wobei unter umgekehrten Vorzeichen Brunichild zur Figur Kriemhilds (Kriem = Maske) und Fredegunde zur Brunhild wird.

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sigibert+brunichild chilperich+gailswintha fredegunde brunichild chlothar.2.

Der Westgotenkönig Leovigild gründet die nach seinem jüngeren Sohn Rekkared I. benannte, nordöstlich von Toledo gelegenen, Stadt Recópolis 578 recopolis

Rhydderch Hael oder Riderch, der König von Strathclyde in Schottland, besitzt den magischen Kessel und das Schwert des Riesen Dyrnwyn, zwei der 13, in der Obhut von Merlin befindlichen, Schätze Britanniens (der Geschenkkorb Gwyddno Long-Shank, das Trinkhorn von Bran, der Streitwagen Morgan Mwynfawr, der Pferdehalfter Clydno Eiddyn, das Messer des Llawfrodedd, der Wetzstein von Tudwal Tudclyd, die Tunika des Padarn Redcoat, die Schale (Gren) des Priesters Rhygenydd, das goldene Schachbrett des Gwenddoleu, der Mantel von König Arthur, der Mantel der Tegau Eurfron, der Ring der Luned)

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Der Merowinger Dagobert II. aus der Herrschaftsdynastie der Franken wird schon im Alter von nur vier Jahren Nachfolger seines verstorbenen Vaters Sigibert III. als König von Austrien, aber bereits nach einem Jahr durch den pippinidischen Hausmeier Grimoald entführt und Bischof Dido von Poitiers übergeben, der ihn zum Mönch weiht und ihn in ein Kloster nach Irland in die Verbannung schickt. Auf diese Weise konnte Grimoald seinen eigenen Sohn Childebert III., der vor Dagoberts Geburt von Sigibert III. adoptiert wurde, auf den Thron setzen. Dagobert heiratet inzwischen im Jahre 666 in York die keltische Prinzessin Mechtilde und nach deren Tod 671 in Rhedae Gisela, die Tochter des westgotischen Grafen von Razès. Béra II., und Enkelin des Westgotenkönigs Tulca. Die Dynastie der Merowinger ist somit mit den Westgoten verbunden und die Ländereien des Languedoc einverleibt. Als im Jahre 676 Dagoberts Thronfolger Sigibert IV. geboren wird und Childebert III. und dessen Nachfolger Childerich II. verstorben sind, wird Dagobert auf den Königsthron nach Austrien zurückgeholt. Die Amtsführung überlässt Dagobert jedoch seinem Hausmeier Pippin dem Mittleren, während er sich um wohltätige Werke kümmert, Kirchen baut und Klöster gründet. Unmittelbar nach den neu ausbrechenden Kämpfen zwischen Austrien und Neustrien wird er am 23. Dezember 679 auf der Jagd heimtückisch von seinem eigenen Patensohn mit der Lanze im Wald Woëvre zwischen Stenay und Verdun erstochen, wo er im dortigen Kloster begraben und als Märtyrer und Patron der Kirche von Lothringen verehrt wird.

676 Dagobert II. stenay Mons

Nach christlichen Überlieferung hat die hl. Veronika ihr Tuch Jesus auf dessen Weg nach Golgota gereicht, um Schweiß und Blut von dessen Gesicht abzuwischen. Dabei hat sich das "Volto Santo" (ital. „Heiliges Antlitz“) auf wunderbare Weise auf dem Schweißtuch abgebildet.
Ab dem Jahr 708 findet sich dieses 17,5 cm x 24 cm große "Schweißtuch der Veronika" in der Peterskirche in Rom. 944 lässt es der byzantinische Kaiser Konstantin VII. in seine Palastkapelle nach Konstantinopel bringen, wo es bei der Eroberung durch die Kreuzfahrer 1204 verloren geht. Bald darauf taucht das Schweißtuch wieder in Rom auf, wo für diese kostbare Reliquie 1505 eigens über dem Grundstein des Petersdomes ein gewaltige Tresor im Veronikapfeiler errichtet wird. Nachdem beim Abriss der alten Petersbasilika 1508 das Tuch wiederum verschwindet, wird es seit dem 17. Jahrhundert über dem Altar der Kapuzinerkirche "Santuario del Volto Santo" auf dem Tarignihügel außerhalb des Städtchens Manoppello in den Abruzzen aufbewahrt und verehrt. Als "Schleier von Manoppello" bekannt, zeigt die Ikone auf einem hauchdünnen Tuch das Gesicht eines Mannes mit langen Haaren, Bart, geöffneten Augen und Mund mit von der Geißelung stammenden rötlichen Flecken. 2006 pilgert als erster Papst Benedikt XVI nach Manoppello, um vor dem Veronikabild zu beten; per Dekret verleiht er „zur Ehre des Heiligen Antlitzes Unseres Herrn Jesus Christus“ der Kirche den Titel einer Basilica minor.
Eine lange als das echte Schweißtuch verehrte Kopie wird 1721 dem Habsburger-Kaiser Karl VI. geschenkt und ist heute noch in der Schatzkammer der Wiener Hofburg öffentlich zugänglich.

708 Hl. Veronika Manoppello Volto Santo Schweißtuch Veronika
Heliandus, Mönch aus dem Kloster Froidmont in der Picardie, berichtet in seiner verfassten Chronik von einer Vision des bretonischen Eremiten Waleran, dem ein Engel erschienen ist, der ihm das Gesicht Jesu sowie dessen Abendmahlschale (frz. gradale), in dem sein Blut aufgefangen wurde, gezeigt hat. 717 Waleran
Der fränkische Hausmeier Karl Martell, nach welchem das Geschlecht der Pippiniden in der Folge Karolinger genannt wird, erringt die Oberhand über die fränkischen Teilreiche Austrien und Neustrien und kann nach dem Tod des merowingischen Schattenkönigs, Chlothar IV., 719 die Einheit des fränkischen Reiches festigen. Seinen berühmtesten Sieg feiert er aber im Jahre 732 in der Schlacht von Tours und Poitiers gegen die aus Spanien angreifenden 80.000 Araber, bei der der maurische Anführer Abd ar-Rahman fällt. Martell wird damit zum Retter Europas vor den invasionsartig einfallenden Muslimen, die 711 bei Gibraltar auf die iberische Halbinsel übersetzten und nur 3 Jahre später sämtliche Heere der spanischen Westgoten zerschlagen hatten. 732 martell martell.poitiers

Um 750 wird die sogenannte "Konstantinische Schenkung" verfasst, die größte und erfolgreichste Fälschung der Weltgeschichte, wonach der im Sterben liegende Kaiser Konstantin I. den römischen Papst Silvester I. zum ersten der Patriarchen gemacht und diesem sowie all seinen Nachfolgern auf ewig die Macht und Gerichtsbarkeit, einschließlich der Königsernennung, über das gesamte weströmische Reich übertragen habe. Als äußeres Zeichen wird die phrygische Bischofsmütze durch die zweispitzige Fischkopf-Mitra ersetzt, die an Enki-Ea-Henoch, den semitischen Gott des Wassers. Dieser wurde mit einem Fischmantel bekleidet dargestellt, wobei der Fischkopf mit dem offenen Fischmaul wie eine zweispitzige Mütze über sein Haupt gestülpt war und der Fischschwanz über die Schultern am Rücken herabhing. Der einstige Fischschwanz wird durch zwei breite Bänder, die hinten an der Mitra angenäht sind, ersetzt. Mit diesem Schenkungs-Dokument, das angeblich im Jahre 317 ausgestellt und dessen Echtheit erst im 15. Jahrhundert erstmals ernsthaft bezweifelt wurde und ohne welches es wahrscheinlich gar keinen Papst gäbe, begründete die katholische Kirche alle seine irdischen Ansprüche. Im 17. Jahrhundert schließlich räumt die Kirche ein, dass es sich wohl tatsächlich um eine Fälschung handle, im 19. Jahrhundert ist man bereit, zu akzeptieren, dass es keine Schenkung gegeben habe, aber erst 2006 verzichtet Papst Benedikt XVI. auf den Titel „Erster Patriarch des Abendlandes“ und auf die Tiara, das Zeichen weltlicher Macht, im päpstlichen Wappen.

750 konstantinische Schenkung Konstantin I. enki

Der Hausmeier Pippin III. der Jüngere, der Kurze, Sohn von Karl Martell, setzt 751 im Einverständnis mit Papst Zacharias den letzten Merowingerkönig Childerich III. ab, lässt diesem zum Zeichen seiner Entmachtung die Haare abschneiden und beendet somit endgültig die Herrschaft der Merowinger über das Frankenreich. 752 lässt er sich dann selbst vom englischen Benediktinermönch Bonifatiusin zum König krönen und in Soissons vom Legaten des Papstes salben. Als Pippin I. begründet er damit die Dynasie der Karolinger. Pippin fördert Bonifatius' Kirchenreform und Missionstätigkeit mit zahlreichen Bistumsgründungen in Germanien , darunter auch Kremsmünster und Salzburg.
Am 6. Januar 754 kommt Papst Stephan II. ins Frankenreich, wo er in Ponthion bei Reims König Pippin d. J. trifft, sich diesem in Büßerkleidern zu Füßen wirft und ihn um Hilfe im Kampf gegen die Langobarden bittet. Pippin schließt mit dem Papst ein Schutzbündnis, die „Pippinische Schenkung“, befreit Rom, übereignet dem Nachfolger Petri die von den Langobarden zurückeroberten Gebiete (Ravenna, Pentapolis, Tuszien, Venetien, Istrien, Spoleto, Benevent) als kirchliche Territorien und begründet damit den Kirchenstaat, dessen letzter Rest bis heute als Vatikanstaat fortbesteht. Als Gegenleistung salbt Papst Stephan II. am 28. Juli 754 König Pippin d. J. samt seinen Söhnen Karlmann und Karl in der Basilika St.-Denis und verleiht ihm und seinen Nachkommen den Titel „patricius romanorum“. Damit wird die Basis für die enge Verbindung des römischen Papsttums mit dem fränkischen Königshaus gelegt, auf welcher später das römisch-deutsche Kaiserreich errichtet wird.
749 zwingt Pippin d. J. Bayern in den Vasallendienst, indem er den unmündigen Tassilo III unter fränkischer Oberhoheit als Herzog einsetzt; dieser gründet 777 das Benediktinerstift Kremsmünster.
Den Sarazenen kann Pippin Septimanien entreißen, als 759 nach 7jährigem Widerstand mit Hilfe der dort lebenden jüdischen Gemeinde Narbonne fällt, das als Gegenleistung dafür ein eigenes unabhängiges jüdäisches Fürstentum mit König Aymeri an der Spitze wird. Und schließlich nach jahrelangen Kämpfen gegen die Herzöge von Aquitanien gelingt es Pippin, ganz Gallien unter seiner Herrschaft zu vereinen.

751

Childeric_III pippin-bonfatius pippin.3 Tassilokelch

 

Karl d. Großen, wird als Vater Europas bezeichnet, weil unter seiner Herrschaft das Frankenreich seine größte Ausdehnung erlangt. Es gelingt ihm, den schon von seinem Vater, Pippins d. J., begonnenen Krieg gegen die Sachsen siegreich zu beenden, er drängt die Awaren bis in die ungarische Tiefebene zurück und gründet im heutigen Österreich die karolingische Ostmark. Überhaupt muss er während seiner gesamten Regierungszeit nur eine einzige militärische Niederlage hinnehmen, als es ihm auf seinem Feldzug gegen den Emir von Cordoba 778 nicht gelingt, Spanien von den Arabern zu befreien und beim Rückzugsgefecht sein Paladin Graf Roland fällt, welcher dann in der Dichtung des Rolandsliedes seine Verewigung findet. Am 24.12.800 wird Karl d. Große in Rom von Papst Leo III. mit einer Krone, die die Inschrift: „Rex Salomon“ trägt, zum römischen Kaiser gekrönt. Erstaunlich sind auch seine geistigen und organisatorischen Leistungen. Er unterteilt sein Reich in Grafschaften, lässt die Gesetze der einzelnen Stämme schriftlich festlegen (Sachsenspiegel, Schwabenspiegel, etc.), führt ein ein ordentliches Gerichtswesen und verbindliche Maßeinheiten ein und verpflichtet alle Klöster zur Einhaltung der benediktinischen Ordensregeln sowie zur Führung von Schulen. Im fortgeschrittenen Alter erlernt Karl d. Gr. durch seinen gelehrten angelsächsischenn Hofkaplan Alkuin selbst Schreiben und Lesen und lässt von diesem eine im ganzen Reich einheitliche Schrift, die Karolingische Minuskel, entwicklen sowie die überlieferten Bibeltexte neu redigieren und von allen Büchern antiker Schriftsteller Abschriften anfertigen. Um seine Machtbasis zu sichern, setzt Karl seine, noch minderjährigen Söhne als Könige in den Reichsteilen als Statthalter ein: Karl den Jüngeren im fränkischen Kernraum, Karlmann als Pippin den Buckligen in Italien und Ludwig den Frommen in Aquitanien.

800 karl.d.gr. karl.d.gr.4 kaiserkrone

Wilhelm von Aquitanien (auch "Guillaume de Gellone" oder "Guillaume au Court Nez") ist merowingischer Abstammung und der Cousin und Paladin von Kaiser Karl dem Großen, der ihn 790 zum Grafen von Toulouse und zum Herzog von Aquitanien ernennt und ihm seinen minderjährigen Sohn Ludwig den Frommen, Unterkönig nach Aquitanien, anvertraut. Er erobert Orange im Rhonetal, wo er seine Residenz errichtet und zum Stammvater der Fürsten von Oranien wird. Wilhelm, der fließend hebräisch und arabisch spricht, zieht mit Karl dem Großen mehrmals gegen die Mauren ins angrenzende Spanien und kann 801 Barcelona erobern. Nachdem er seinem Sohn Berà die Verwaltung der Grafschaft Rasès übertragen hatte, zieht sich Wilhelm zurück und gründet 806 die Abtei St. Crucis zu Gellone (benannt nach der Kreuzreliquie, die Karl d. Gr. ihm geschenkt hatte - heute Saint-Guilhem-le-Désert), wo er zuerst als Laienbruder einfachste Arbeiten verrichtet, dann als Mönch in den Orden aufgenommen und 1066 heilig gesprochen wird. Er gilt als Schutzheiliger der Waffenschmiede. Sein Grab ist eine wichtige Station für die Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela sowie ein Zentrum des Maria-Magdalena-Kultes. Als Guillaume d'Orange lebt er im 1210 entstandenen Epos „Willehalm“ von Wolfram von Eschenbach weiter.

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In Persien ordnet Kalif Harun al-Raschid an, dass Juden gelbe und Christen blaue Gürtel zur Unterscheidung von den Muslimen tragen müssen. 807  
"Leben der Maria Magdalena", Werk des Mainzer Erzbischofs Hrabanus Maurus 842 hrabamus.maurus hrabamus.maurus1
Parzival ruft am Pfingstsonntag, dem 13. Mai 848, in Dornach seinen zweiten Sohn Kardeiz im Beisein von seiner Mutter Herzeloyde, seinem Onkel Kyot und seinem Bruder Lohengrin zum König aus. 848  

850 das kleine Land, An der Südgrenze der Pyrenäen befindet sich in der Höhle auf dem Monte Pano die Einsiedelei von San Juan de la Peña, die unter den Einsiedlern Marcellus und Benedictus ein geistiges Zentrum des Landes wird. Im Rahmen eines kultischen Inthronisationsritus wird García Jiménez, keltischer Abstammung, einstimmig zum »König« gewählt und besiegt mit seinen christlichen Streitern eine maurische Streitmacht, nachdem er Johannes den Täufer um Hilfe anrief und ihm ein rotes Kreuz (vna Cruz roja) am Himmel Hoffnung auf den Sieg spendete. Er begründet daraufhin die Ritterschaft des "Johannes-Ordens". 920 wird in der Höhle eine zweischiffige Kirche im westgotischen (»mozárabischen«) Stil erbaut, die den Einsiedlern als Refugium diente und in der die Streiter gegen die Mauren vom dortigen Abt zu »Johannes-Rittern« (Cavalleros de San Juan) geweiht werden.
Im diesem Höhlenkloster von San Juan de la Peña und zuvor im Kloster Sta. María von Sasave im Borau-Tal wird die Abendmahlschale aufbewahrt, was durch eine Urkunde vom 14.12.1134 bestätigt wird. Der 7cm hohe Steinbecher aus smaragdgrünen Achat hat einen Durchmesser von 9,5cm und wird später mit Perlen, Smaragden und Rubinen eingefasst und mit herzförmigen Griffe aus Gold ausgestattet; der Fuß aus Onyx trägt die kufische Inschrift: „li-izahirati“ („für den, der blüht“).
Über Zaragoza uns Barcelona gelangt der der Gralskelch 1437 schließlich indie Kathedrale von Valencia.

850 San Juan de la Pena San Juan de la Pena San Juan de la Pena
Gralskelch Ilzahira Sasave

Der merowingische Graf Sigebert VI. von Razes wird 877 zum Prinz Ursus gekürt und begibt sich nach seiner Niederlage 881 in Saucourt bei Poitiers gegen den König der Westfranken, Ludwig III d. J. (Sohn Ludwig II. des Deutschen), ins Exil in die Bretagne.

877  
Bernard Plantevelue (junger Trieb zur Erneuerung des Stammbaumes), Graf von Auvergne und Nachfahre von Wilhelm von Orange, wird 885 vom ostfränkischen König und Sohn Ludwig II. des Deutschen, Karl III. dem Dicken, zum Markgrafen von Aquitanien ernannt. 885  
König Rudolf II. von Burgund tauscht bei seinem urkundlich bezeugten Aufenthalt auf dem Wormser Hoftag im Jahr 929 die Heilige Lanze an den ostfränkischen König Heinrich I. gegen die Region von Basel. 929  
Der Pope namens Bogomil entwickelt in Bulgarien eine dualistische antifeudalistische Lehre, die auf dem Gedankengut der Paulikianer und der Messalianer, einer mystischen syrischen Sekte manichäischen Ursprungs, basiert. Sie wird Grundlage für das Entstehen der Religionsgemeinschaften der Katharer, der lombardischen Patarener, der Waldenser und Garanenser. 935  
Bera VI. von Razes, ein Nachkomme der vor den Normannen nach England geflüchteten Plantards, bekommt wegen seiner kunstvollen Bautätigkeit unter dem englischen König Athelstan den, mit der Freimaurerbewegung in England in Zusammenhang stehenden, Spitznamen „Der Architekt“. 950  

Der erste König Ungarns, der Hl. Stephan (König Etzel) aus dem Geschlecht der Arpaden, heiratet 995 in Gandersheim die Hl. Gisela von Bayern. Von ihrer Residenz in Gran (Esztergom) aus christianisieren sie die heidnischen Magyaren.

995 stephan+gisela
Herzog Heinrich von Bayern bringt nach dem Tod von Kaiser Otto III. die Reichsinsignien samt der heiligen Lanze in seine Gewalt, die eine besondere Bedeutung für Heinrich hat: Die Lanze, in die ein Nagel vom Kreuz Christi eingelassen ist, stellt die direkte Verbindung zum Königtum seines Urgroßvaters Heinrich I. her. Heinrich wird sodann am 7. Juni 1002 in Mainz zum König Heinrich II. gekrönt, die Krönung seiner Gemahlin Kunigundes folgt am 10. August in Paderborn. 1002 Heinrich II. Reichskleinodien Kelch Heinrich II.

Das Blut Christi, das der römische Soldat Longinus an sich genommen hat, gelangt im Jahre 1053 nach Mantua, wo sich Kaiser Heinrich III. und Papst Leo III. diese Heiligblut-Reliquie teilen. 1056, nach dem Tod Heinrichs, wird sie von Graf Balduin V. von Flandern im Jahre 1067 an seine Tochter Judith von Flandern vererbt, Gattin von Herzog Welf IV. von Bayern, dessen Mutter Kunigunde von Kärnten war. Judith wiederum stiftet 1094 an ihrem Sterbebett die Reliquie der Abtei Weingarten, wo seitdem jedes Jahr am Freitag nach Christi Himmelfahrt zu Ehren der Reliquie der sogenannte "Blutritt" stattfindet, an dem rund 3000 Reiter und 30000 Pilger teilnehmen und den Segen des Heiligen Blutes erbitten.

1094 Weingarten

Papst Urban II. entspricht der Bitte des byzantinischen Herrschers Alexios I. Komnenos, ihm im Kanpf gegen die Seldschuken zu helfen und ruft am 27. November auf dem Konzil von Clermont mit den Worten "Gott will es!" zum Kreuzzug gegen die Ungläubigen auf, um Jerusalem von den Muslimen und von den sie unterstützenden Juden zu befreien und so friedliche Pilgerfahrten ins Heilige Land zu gewährleisten.

1095 urban.ii.
Der Anführer des 1. Kreuzuges, der Normanne Bohemund I. von Tarent, Gottfried von Bouillon und Raimund IV. von Toulouse, erobern Antiochia wo der Mönch Peter Bartholomäus am 14. Juni in der Peterskathedrale die Heilige Lanze des römischen Feldherrn Longinus findet, mit der dieser den Tod Jesu festgestellt hatte. Angespornt durch diese wertvollste aller Reliquien, deren Besitzer als unbesiegbar gelten, besiegen sie das zahlenmäßig weit überlegene Heer der muslimischen Belagerer unter Kerbola. Die Hl. Lanze gehört später zu den Reichsinsignien der Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und wurde während der Napoleonischen Feldzüge zur Sicherheit nach Wien gebracht. Hitler ließ sie im 2. Weltkrieg nach Nürnberg bringen. 1945 wurde sie in die Wiener Hofburg zurück gebracht. 1098 bohemund gottfried.bouillon raimund.IV. peterkathedrale longinus.lanze
Raimund IV. von Toulouse und Gottfried von Bouillon, die Anführer des 1. Kreuzzuges, dringen am Nachmittag des 15. Juli 1099 als erste in Jerusalem ein und erstürmen die „Mutter aller Kirchen“, die Ruine einer alten byzantinischen Basilika auf dem Zionsberg. Nachdem Raimund die ihm angebotene Königswürde abgelehnt, wird Gottfried der erste Regent des neu gegründeten Königreiches Jerusalem. Auch er lehnt die Königswürde aber ab und nennt sich nur "Advocatus Sancti Sepulchri". Gottfried von Bouillon lässt die Abtei "Notre-Dame du Mont de Sion" errichtet und gründet in dieser, von Augustinerchorherren bewohnten Abtei den "Ordre de Sion". 1099 gotffried bouillon2kreuzzug gottfried bouillon gottfried bouillon1
Jerusalem Jerusalem Jerusalem Jerusalem Jerusalem  
Jerusalem Jerusalem Jerusalem
Balduin von Boulogne, Graf von Edeassa und Bruder Gottfrieds, wird am 25. Dezember 1100 in der Geburtskirche von Bethlehem zum ersten König von Jerusalem gekrönt. 1100 balduin jerusalem balduin
Bei der Eroberung von Cäsarea Maritima in Palästina durch die fränkische Armee unter König Balduin I. fällt diesen eine hexagonale grüne Smaragdschale, der “Sacro Catino”, in die Hände, bei der es sich um den Abendmahlskelch handeln soll. Auf dem Rückzug vom 1. Kreuzzug kommt er 1101 in die Kirche von San Lorenzo in Genua, nachdem der "Gral der Genueser" zwischendurch von Napoleon nach Paris entführt wurde und dabei einen Bruchschaden erlitt. 1101 Sacro Catino
Das Land um Clairvaux wird den Zisterziener überschrieben und der Mönch Bernhard errichtet eine Abtei 1115 bernhard chlairvaux bernhard1
Hugo von Payens, ein am 9. Februar 1070 auf Schloss Mahun bei Annonay im unteren Rhonetal geborener Edelmann, gründet in Jerusalem mit 8 fränkischen Rittern die „Arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel“. König Balduin I. gewährt den Tempelrittern in den Pferdeställen seines auf den Grundmauern des Salomonischen Tempels errichteten Palastes Quartier 1119 payens

Auf Betreiben des Abtes Bernhard von Clairvaux wird beim Konzil von Troyes am 13. Jänner der Templerorden (die Militia Christi) offiziell anerkannt, die von ihm erstellten Ordensregeln für die Templer festgelegt (Armut, Keuschheit, Gerhorsam) und Hugo von Payens der Titel eines Großmeisters verliehen.

1129

bernhard clairvaux
Der britische Geistliche Geoffres von Monmouth schreibt die Historia Regum Britanniae, darunter die Artussage und die Vita Merlini.
Die Sagengestalt des Zauberers Myrddin aus Carmarthen ist der Ratgeber von König Artus. Merlins Grab befindet sich in der Bretagne, im Wald von Brocéliande (La Forêt de Brocéliande), wo er auch von seiner Geliebten, Viviane, der Hüterin des Sees mit dem Schwert Excalibur, in einer Weißdornhecke gebannt wurde.
1136 Merlin Merlin und Viviane Merlin
In der Bulle von Papst Innozenz II. wird festgelegt, dass die Tempelritter außer dem Papst keiner weltlichen oder kirchlichen Macht Gehorsam schuldig sind 1139 innozenzII.

1143 erstes Auftreten der Katharer (auch Albigenser) in Europa. Das Languedoc in Okzitanien, Südfrankreich, und die Lombardei in Oberitalien werden die wichtigsten Zentren - Albi, Toulouse, Carcasonne und Agen die 4 Bischofssitze. Der Katharismus ist eine christliche Laienbewegung, die auf den Einfluss der balkanischen Bogomilen zurückgeht.und durch den Dualismus von Gut und Böse bestimmt wird. Dem guten Gott im Himmel, der über die geistige Welt des Lichts herrscht, steht die vom bösen Teufel beherrschte materielle Welt gegenüber. Ursache dafür ist der „Große Fall“ des Luzifers in die Hölle, wo die Seele im menschlichen Körper gefangen wird. Das Ziel ihrer Lehre ist die Befreiung der Seele, was nur über das "Consolamentum", ein von Sünden reinigendes Handauflegen erlangt werden kann. Durch diese Geisttaufe werden die Gläubigen zu Perfectis (Vollkommenen) und erreichen dadurch den erlösenden Zugang zum Licht; die gefangene Seele kann sich wieder mit dem heiligen Geist vereinen. Die Vollkommenen müssen sich verpflichten, ein arbeitsames und keusches Leben in persönlicher Armut nach den drei Verboten des Mundes, der Hand und der Brust führen: Sie dürfen nicht lügen oder fluchen, keine Fleisch- oder Milchprodukte essen sowie nicht heiraten oder Geschlechtsverkehr haben. Die strenge Struktur ihrer Kirche lässt sich anhand der flachen Hierarchie erkennen: Sie besteht nur aus einer kleinen Spitze, dem Bischof und seinen 2 Stellvertretern (filius major und filius minor), den Perfectis sowie der breiten Basis, den Credentes.

1143 katharismus katharismus1 okzitanisch
Bernhard von Clairvaux unternimmt mit einem Kardinallegaten eine Predigtreise in das Languedoc nach Verfeil, um der ketzerischen Lehre der Katharer entgegenzutreten 1145  
Bernhard von Clairvaux ruft in seiner "Predigt von Vezelay" zum zweiten Kreuzzug auf.
Die Tempelritter übernehmen das 8-spitzige Tatzenkreuz als Emblem und folgen König Ludwig II. von Frankreich zum 2. Kreuzug
1146 tatzenkreuz ludwigstammler

Dietrich von Elsaß, Graf von Flandern, bringt vom 2. Kreuzzug aus Jerusalem einige Tropfen des von Joseph von Arimathia aufgefangenen Blutes Jesu als Reliquie nach Brügge.
Die Mitra wird um 1150 als Würdezeichen des Oberhirten zur liturgischen Kopfbedeckung der Bischöfe.

1150

bruegge
Der französische König Ludwig VII. schenkt dem Ordre de Sion in Frankreich die „Große Priorei“ von Saint-Samson in Orleans 1152  
Bertrand de Blanchefort wird nach André de Montbard Großmeister des Templerordens.Im Jahr 1156 liess Bertrand de Blanchefort im Gebiet des Chateau de Blanchefort eine Art unterirdisches Bauwerk anlegen. Es bleibt bis in die heutige Zeit unklar, aus welchem Grund er diese Arbeiten ausführen liess. Sollte es als Versteck für die Templerschätze dienen oder hielt man dort etwas völlig anderes verborgen, das vielleicht zur Gefahr werden konnte, wenn es in falsche Hände geriet?
1153  
Deutsche Bergleute werden nach Languedoc geholt, um in den alten Goldminen der Römer zu schürfen 1156  
Im Februar 1159 vermacht Alfonso I, der erste König Portugals, den Templern das Gebiet um Ceras. Die Schenkungsurkunde zeigt ein Rundsiegel mit dem Templerkreuz, dem Königsnamen „Alfonsus Rex“, seine 2 Söhne als Zeugen „Cum Filiis Suis“ sowie „Por tuo Gral“ („Für deinen Gral“ oder „Portugal“) 1159 alfonso portugal
Auf dem 3. Lateranskonzil werden die Katharer erstmals von Papst Alexander III. verurteilt und exkommuniziert. Ihre Güter sollten eingezogen und ihnen ein kirchliches Begräbnis vorenthalten werden. Auch wird das Zusammenleben zwischen Christen und Juden untersagt. 1179  

Der in Diensten der Gräfin Marie von Champagne stehende, jüdische Dichter Chretien de Troyes verfasst im Auftrag von Graf Philipp von Flandern das Epos "Perceval"

1180

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In der Schlacht bei Hattin, nahe des Sees Genezareth, werden die Kreuzfahrer unter der Führung von König Guido von Jerusalem am 4. Juli durch die muslimischen Ayyubiden unter Sultan Saladin vernichtend geschlagen und verlieren nicht nur einen Großteil ihrer Kreuzfahrergebiete, sondern auch die Reliquie des Heiligen Kreuzes, welche seither verschollen ist. Am 7. Oktober schließlich verliert Großmeister Gerhard von Ridefort durch Verrat auch Jerusalem an die Sarazenen. Der Orden der Templer und der Ordre de Sion entfremden sich.

1187 ridefort saladin Hattin

1188 findet die formelle Trennung der Orden von Sion und der Templer statt: Auf dem an die Burg von Gisors angrenzenden champ sacré , ein seit Alters her neutraler Treffpunkt der Könige von England und Frankreich, kommt es zwischen Heinrich II. von England und Philipp II. von Frankreich zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf die Engländer, darunter auch Heinrichs ältester Sohn, Richard Löwenherz, in die Burg Gisors flüchten, während die Franzosen die einzige, in der Mitte des heiligen Feldes stehende, 800 Jahre alte Ulme fällen.
Das Amt des Großmeisters, das bisher in Personalunion geführt wurde, führt bei den Tempelrittern Gerhard von Ridefort, der einzig Überlebende der Schlacht von Hattîn gegen Saladin, weiter. 1. Großmeister des in Prieuré de Sion" (mit den Untertiteln " Ormus" oder „Orde de la Rose“) umbenannten "Ordre de Sion" wird Johann II. von Gisors.

1188 gisors
Ein unbekannter Zisterzienser verfasst den Roman “Suche nach dem Heiligen Gral” 1190

 

Als im Jahre 1184 am St. Urbans Tag die Abtei von Glastonbury durch ein Großfeuer zerstört wird und das Geld für einen Neubau fehlt, entdecken die Mönche 1191 auf Hinweis von König Henri II. im Klosterfriedhof die Grabstätte von König Artus und seiner Frau Guinevere. In rund 2 Meter Tiefe sind sie auf eine steinerne Grabplatte und ein bleiernes Kreuz mit der lateinischen Inschrift: „Hic iacet sepultus inclitus rex Arturius in insula Avalonia“ (Hier liegt der berühmte König Artus auf der Insel Avalon begraben) gestoßen. Uterhalb der Platte lagen in einem hohlen Baumstamm die Knochen eines großes Mannes, dessen Schädel Verletzungen aufwies, und ein ein kleineres Skelett mit blonden Haaren.

Der Burgunder Robert de Boron, Priester im Dienst des Grafen Gauthier de Montbéliard, schreibt zwischen 1191-1202 den Versroman „Le Roman de l’Estoire dou Graal“, der 3 Bücher beinhaltet: „Joseph d’Arimathie“, „Merlin“, Didot-Perceval“

Nach langer Belagerung unter Richard Löwenherz fällt Akkon wieder an die Kreuzritter und wird Hauptstadt des Restkönigreichs Jerusalem. Als Herzog Leopold V. von Österreich und der Steiermark nach den Kämpfen den Schwertgürtel abnimmt, ist nur an dieser Stelle noch ein weißer Balken auf seinem sonst von Blut rot gefärbtem Kreufahrergewand zu sehen und diese rot-weiß-rote Färbung wird zum Vorbild für das Wappen der Babenberger und die österreichische Nationalfahne, den "Leopolds Gürtel".

1191

Henri II. Glastonbury Glastonbury Glastonbury
Richard I. leopold V. loewenherz

Wolfram von Eschenbach schreibt den Roman „Parzival".
Inhalt: Der Jude Flegetanis, der jüdisch-chaldäischen Sternenweisheit kundig, bekehrt sich zum Christentum und liest in den Sternen, dass es wirklich ein “dinc” gibt, das Gral (lapis exillis = „Stein der Weisen“) heißt, das vom Himmel fiel und, von reinen Jungfrauen bewacht, auf grünem Seidenstoff in der Burg Montsalvaesche (pers.Schalwadea = Berg) in den Pyrenäen liegt. Der Name des Burgwächters ist „Perilla“ und ähnelt dem des Burgherrn von Montségur (sicherer Berg) „Pereille“. Der Gralskönig „Anfortas", der am Hoden von einer vergifteter Lanze, von der immer Blut tropft, verletzt und unfruchtbar wird (keine Erneuerung) und nicht mehr reiten kann, kann nur in einem See nahe seiner Burg vom Nachen aus fischen („le roi peschiere“, Fischerkönig). Alle Männer, die sich auf die Suche nach dem Gral aufgemacht haben, entstammen dem Ritterorden der Templer “templeis”. Parzival (pers. Parseh-Fal = reiner Tor) ist der Sohn der Witwe Herzeloyde. Ihr verstorbener Gemahl Gachmuret, Parzivals Vater, stammt aus aus dem Haus Anjou, ist mit Amfortas verwandt, und kämpfte für den Kalifen von Bagdad. Parzivals Bruder Feirefix, ein dunkelhäutiger Heide, der später zum Christentum bekehrt wird, heiratet die jungfräuliche Gralshüterin Repanse de Schoy aus Foix.
Nachfolger Parzivals als Gralskönig wird sein zweiter Sohn Kardeiz, nachdem dieser die entfremdeten Königsreiche zurückerobert hatte.

1200

eschenbach Parsifal Gralstempel Neuschwanstein

In Anwesenheit von Graf Raymond-Roger Bernard III. de Foix erhält seine Schwester Esclarmonde de Foix, deren okzitanischer Name "Licht der Welt" bedeutet, zusammen mit drei weiteren hochrangigen Frauen (Aude de Fanjeaux, Fays de Durfort und Raymonde de Saint-Germain) durch die Händes des Katharerbischofs Guilhabert de Castres das "consolamentum" und wird damit eine Parfaite. Ein Fresko in der frühromanischen Kirche von Taüll in den katalanischen Pyrenäen zeigt sie als Gralsträgerin Repanse de Schoye - eine der ersten Gralsdarstellungen des Mittelalters.

1204 foix Repanse de Schoy Taüll Esclarmonde Repanse de Schoye
Bei der Eroberung Konstantinopels wird 1204 eine Achatschale erbeutet, die später in den Besitz Karls des Kühnen von Burgund und über das Burgundische Erbe in den Besitz der Habsburger gelangte. Die Schale ist aus einem einzigen Stück Achat gefertigt und hat eine Spannweite von 76 Zentimetern. Der Schriftzug ergibt sich aus der Maserung des Achats selbst (als leicht dunklere Linienführung erkennbar) und stellt damit ein Naturspiel dar. Ihre Besonderheit ist, dass sich auf ihr der rätselhafte Schriftzug "XRISTO", also der Name Christi in griechischen Buchstaben zeigt, der nicht eingeritzt oder aufgemalt ist, sondern sich aus der Maserung des Steines selbst ergibt, weshalb die Schale unmittelbar mit Christus in Verbindung gebracht, als Reliquie angesehen und als "Heiliger Gral" bezeichnet wird. Ungeachtet ihrer spirituellen Bedeutung stellt sie aufgrund ihrer außergewöhnlichen Größe und ihrer meisterhaften Verarbeitung ein Naturwunder dar, sodass sie nach dem Tod Kaiser Ferdinands I. im Erbvertrag zum "unveräußerlichen Erbstück" des Hauses Habsburg erklärt wird und sich heute in der Schatzkammer der Wiener Hofburg befindet. Wien Achatschale Achatschale
„Perlesvaux“, Gralsepos in altfranzösischer Sprache 1205  
Graf Raimund VI. von Toulouse wird wegen seiner Nähe zu den Albigensern und der Weigerung gegen sie zu kämpfen von der katholischen Kirche exkommuniziert 1207 grafen.v.toulouse
Papst Innozenz III. ruft mit den Worten " Voran, Soldaten Christi!" zum Kreuzzug gegen die Albigenser (Katharer) auf. Das auslösende Ereignis dafür ist die Ermordung des päpstlichen Legatens Pierre de Castenau durch einen Gefolgsmann des Grafen von Toulouse, Raimund VI. 1208 innozenzIII. innozenzIII.3

Unter der Führung von Simon IV. von Montfort sammelen sich in Lyon ca. 10.000 Kreuzritter zum Kreuzug gegen die Ketzer in Okzitanien. Dem riesigen Heer gehört auch Herzog Leopold VI. aus Österreich an.
Am 22. Juli nehmen die Kreuzritter Beziers ein, stecken die Stadt in Brand und töten in einem grauenvollen Massaker die gesamte Bevölkerung, etwa 25000 Menschen.
Als nächste Stadt kapituliert nach zweiwöchiger Belagerung am 1. August Carcasonne wegen Wassermangel. Vicomte Raymond-Roger de Trencavel wird durch Simon de Montfort gefangen genommen, welcher infolge die weiteren katharischen Hochburgen Lastours, Minerve, Termes und Puivert erobert.

1209 montfort beziers carcasonne puivert
Altfranzösisches Epos "Chanson de Guillaume", in welchem Guillaume d'Orange im Mittelpunkt steht, eigentlich Wilhelm von Aquitanien (auch Guillaume de Gellone au Court Nez genannt)

Wolfram von Eschenbach überträgt den Stoff ins Deutsche und nennt sein Werk „Willehalm-Kyot“
1210 willhelmIX.

Der aus Kastilien stammende Hl. Dominikus gründet zur Bekämpfung der Häresie in Prouille bei Toulouse den den Regeln der Albigenser und Augustiner ähnlichen Dominikanerorden. In der Kirche von Faujeaux wird durch eine dreimalige Feuerprobe die Wahrheit der Schriften dieses Beicht-, Prediger- und Bettelordens bestätigt.

Graf Raimund VI. von Toulouse wird gefangen genommen, all seine Ländereien und Titel fallen als Kriegsbeute an Simon IV. von Montfort. Aus Rache organisiert Raimund VII., der Sohn Raymond VI., einen 8 Jahre andauernden Befreiungskrieg der Albigenser.

Beim 4. Lateranskonzil wird unter Papst Innozenz III. die Umwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi zum Glaubensdogma erhoben; der Gralskelch wird zum Messkelch. Auch wird eine Kennzeichnungspflicht für Andersgläubige, Prostituierte und Aussätzige beschlossen: So müssen Juden zur Unterscheidungden von der christlichen Bevölkerung den sogenannten gelben Judenhut (pileus cornutus) oder einen Gelben Ring tragen.
Und weil Christen kein Geld gegen Zinsen verleihen dürfen, ist der Geldwechsel den Juden vorbehalten. Auch sonst sind ihnen nur bestimmte Berufe, wie Fernhändler, Wissenschaftler, Physiker, Arzt, Philosoph und Rabbi erlaubt.

Zwischen 1215-1235 entsteht für den Zisterzienserorden die Prosasammlung “Vulgata-Graal-Zyklus” mehrerer Autoren.

1215

dominikus dominikus Judenhut
Bei der Belagerung von Toulouse am 25. Juli wird Simon IV. von Montfort durch einen Schuss von einer Steinschleuder tödlich am Kopf getroffen. 1218 toulouse simon.de.montfort1

Epos „Post-Vulgata-Zyklus“ eines unbekanntem Autors

1220

 

Amaury VII. von Montfort wird besiegt und übergibt König Ludwig VIII. von Frankreich die Grafschaft Toulouse samt all seiner Rechte und Titel, die er von seinem Vater Simon IV. geerbt hatte.

1224 AmauryIV.
König Ludwig VIII. von Frankreich führt persönlich den 2. Albigenserkreuzzug gegen Graf Raimuund VII. an und unterwirft das Languedoc. 1226 ludwigVIII.
Im Vertrag von Meaux-Paris muss Raimund VII. am 12. April 1229 in der Kathedrale Notre-Dame die Grafschaft Toulouse an König Ludwig IX. abgetreten und auf alle von ihm rückeroberten Katharergebiete zugunsten der französischen Krone verzichten. Das Ende der okzitanischen Autononomie ist besiegelt, die Katharer sind gezwungen, sich auf Festungen am Nordhang der Pyrenäen zurückzuziehen. Der Katharerbischof Guilhabert de Castres lässt die Bergfestung Montségur uneinnehmbar ausbauen, die nun zum Zentrum der Katharer und Sitz ihrer Kirchenleitung wird. 1229 raimondVII Montsegur

Papst Gregor IX., als "Vater der Inquisition" bezeichnet, führt das Amt des Inquisitors als eines von den Bischofsgerichten völlig unabhängigen und nur dem Papst unterstellten Sonderbeauftragten ein und überträgt diese Aufgabe überwiegend dem Dominikanerorden. In einem Edikt legt er die strafrechtlichen Bestimmungen für die Verfolgung der Häretiker fest: Jedes Haus, in dem man einen Ketzer findet, soll niedergerissen werden. die Ketzer verhört, durch das Aufnähen von farbigen Stoffkreuzen gekennzeichnet, eingekerkert, gefoltert und nach ihrer Verurteilung verbrannt werden.

1231 Gregor IX. inquisition autodafe inqisition1
Nachdem der Versuch des Grafen Raimund II. Trencavel, Carcassonne rückzuerobern, fehlgeschlagen ist und die Stadt von König Ludwig IX. dem Heiligen völlig zerstört wird, ergibt sich auch Guillaume von Peyrepertuse und überlässt sein Katharer-Festungsbollwerk ebenfalls dem König. 1240 ludwigIX. carcassonne
Erneuter Aufstand Raymond VII. gegen Ludwig IX.
In der Nacht vor Christi Himmelfahrt werden in Avignonet die Inquisitoren unter Guillaume Arnaud von Pierre-Roger de Mirepoix, Gouverneur der Katharerfestung Montségur, und seinen Rittern getötet.
1242 mirepoix
Nach einer 10-monatigen Belagerung durch ein Heer von 6000 französischen Kreuzrittern unter der Führung von Pierre Amiel, Seneschall von Carcassonne, und Hugues des Arcis, Erzbischof von Narbonne, ergeben sich die 225 Katharer der Burg Montségur und werden am Morgen des 16. März am Scheiterhaufen verbrannt. 1244 Montsegur montsegur
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Papst Innozenz IV. beauftragt die Templer zur Bekämpfung der Mauren in Spanien 1250  
Päpstliche Genehmigung zum Einsatz der Folter im Kampf gegen die Häresie 1252 Innocent_IV
Mit der Belagerung und Eroberung der Burg Quéribus fällt die letzte Bastion der Katharer im Languedoc. 1255 queribus1 queribus
Der Dominikanermönch und Erzbischof von Genua, Jacobus de Voraigne, verfasst um 1270 n. Chr. in lateinischer Sprache die „Legenda aurea“, einer Sammlung von etwa 250 Heiligenerzählungen. Darunter auch die Legende "Von Sanct Maria Magdalena". 1270  
1276 Eroberung der Burg von Sirmione am Gardasee, der letzten Zufluchtsstätte der Katharer aus Südfrankreich, durch Mastinos I. della Scala.
Herausgabe der "cronica" von Guillaume de Puylaurens, einer Geschichte über die Katharer und den Albingenser Kreuzzug
1276 sirmione
Die ca. 200 überlebenden Katharer aus Sirmione - in Italien abfällig nach einer Gasse in Mailand, in der häufig Lumpensammler verkehrten, Patariner genannt -
werden unter Alberto I. in der Arena von Verona verbrannt.
1278  
Ordenshaus der Templer in Campagne-sur-Aude 1285  
Nach einer Belagerung durch die Mamelucken fällt am 18. Mai 1291 mit Akkon endgültig die letzte christliche Festung im Abendland; und während im Kampf auch der Großmeister der Templer, Guillaume de Beaujeu, stirbt, wollen einige überlebende Tempelritter im Langueduc einen eigenen Staat gründen. 1291

Nachdem der 5. Kreuzzug 1244 scheitert und die Muslime Jerusalem einnehmen, wird der Überlieferung nach das steinerne Geburtshaus von Maria in Nazareth auf wundersame Weise durch Engel nach Trsat bei Rijeka und weiter über den Lorbeerhain von Recanati am 10. Dezember 1294 auf den Hügel von Loreto geflogen.
Tatsächlich werden die Steine des Heiligen Hauses durch eine adelige Familie namens Angeli aus Efeso mit einem Schiff der Kreuzfahrer über das Meer nach Loreto gebracht. Dort wird mit diesen Originalsteinen, zwischen denen fünf rote Stoffkreuze von Kreuzfahrermänteln sowie die Reste eines Straußeneis (Symbol der jungfräulichen Geburt Mariens) gefunden werden, das Marienhaus wieder aufgebaut. Um dieses lässt 1507 Papst Julius II. eine Marmorverkleidung und schon vorher Papst Paul II. eine Basilika errichten. In der Altarnische der Casa Santa steht das Gnadenbild der schwarzen Madonna von Loreto.
Als Ausdruck besonderer marianischer Frömmigkeit wird die Loretokapelle ab dem 16. Jahrhundert als Stiftung adliger Pilger nach ihrer Rückkehr von einer Loretowallfahrt vielfach originalgetreu nachgebaut. So wird nach dem Sieg der Habsburger in der Schlacht am Weißen Berg auf Wunsch von Eleonora von Mantua, der Gattin von Kaiser Ferdinand II., als Zeichen der Gegenreformation 1627 in der Augustinerkirche in Wien eine Lorettokapelle errichtet, in welcher in der Folge 54 Herzen von Kaisern und Königinnen der Habsburger beigesetzt werden. Auch in Graz entsteht in der Barmherzigenkirche 1651 eine solche Kapelle.

1294

Efeso Loreto Loreto Loreto

Aus den Akten der Häresie-Verhöre durch den zisterziensischen Inquisitor Jacques Fournier, Bischof von Pamiers sowie späterer Gegenpapst Benedikt XII. in Avignon, geht hervor, dass die beiden Brüder, Petrus und Guillelmus Auterii, durch das Lesen der okzitanischen Version des Johannesevangeliums zum Katharismus bekehrt werden und aus ihrem einflussreiches Leben als reiche Notare aussteigen, um in Armut zu leben. Sie verlassen - wie viele andere Katharer - ihre Heimat in Ax-les-Thermes in der Grafschaft Tarascon-sur-Ariège und flüchten nach Cuneo, einen wichtigen Katharerstützpunkt in der Lombardei. 1296 benediktXII
Am Freitagmorgen des 13. Oktobers 1307 werden auf Befehl des französischen Königs, Philipp IV., des Schönen, alle Tempelritter Frankreichs, Italiens und Spaniens inhaftiert gefoltert und ihre Güter beschlagnahmt. Ihnen wird Häresie und Blasphemie vorgeworfen; sie sollen Baphomet anbeten, Kinder ermordet, Frauen zur Abtreibung gezwungen, homosexuelle Beziehungen gehabt und das Kreuz bespuckt haben. 1307 philippIV.
In der Urkunde „Chinon“ (Vitae Paparum Avenionensis) des Jahres 1308 erteilt Papst Clemens V. dem Großmeister und anderen Würdenträgern der Tempelritter, nachdem sie Buße getan hatten, die Absolution und erlaubt ihnen, wieder die heiligen Sakramente zu empfangen 1308 clemens chinon
Auf dem Konzil von Vienne hebt Papst Clemens V. am 22. März 1312 durch die Bulle "Vox in excelso" den Templerorden auf. Viele Tempelritter schließen sich den Johannitern, dem Deutschen Orden oder dem Christusorden in Portugal an. Der Tempelschatz samt allen Dokumenten, der angeblich in La Rochelle in 18 Galeeren verladen wurde, verschwindet. 1312 clemens rochelle rochelle1
Am 18. März 1314 wird der letzte Großmeister der Tempelritter, Jacques de Molay, in Paris am Scheiterhaufen verbrannt 1314 molay molay1 templer.scheiterhaufen templer.paris
1317 wird der Dominikanermönch Bernardo Guier, der von 1306 bis 1324 Inquisitor für die Diözese Toulouse war, von Papst Johannes XXII. mit der Verfolgung der Herätikersekte der Fraticellen in Oberitalien betraut, die gottesdienstähnliche Orgien feiern. In dieser Zeit schreibt er ein Handbuch zur Inquisition, die „Practica inquisitionis heretice pravitatis", die über die Lehren, Rituale, Organisationsformen und typischen Verhaltensweisen der Katharer, Waldenser, Pseudo-Apostoliker, Beginen und Juden sowie von Zauberern, Wahrsagern und Geisterbeschwörern informiert. 1317 johannesXXII 1600 practica
  1357  

Walisischer Roman “Rotes Buch von Hergest” mit der Geschichte von “Peredur”

1400

 
René von Anjou erhebt das Lothringer-Kreuz zum Emblem des Hauses 1431 lothringen
Der Gral von San Juan de la Peña kommt in die Kathedrale von Valencia. 1982 feiert Papst Paul II. mit dieser Abendmahlschale die Hl. Messe. 1437 Valencia

Roman „Le Mord d’Arthur“ von Sir Thomas Malory

1469  
Der italienische Maler der Frührenaissance, Sandro Botticelli, eigentlich Alessandro di Mariano Filipepi, ist von 1483-1510 Großmeister des esoterischen Ordens „Notre Dame de Sion“ und malt 1487 das Bild „Madonna mit dem Granatapfel“. 1487 Btticelli Botticelli
Michelangelo beendet 1499 in Rom seine Pietà für das Grabmal des französichen Kardinals Jean de Bilhères, nachdem er dafür zuvor ein kleines Bozzetto aus Terracotta gefertigt hatte. In beiden Fällen ist die Mutter Maria wesentlich jünger als Jesus dargestellt, sodass vermutet wird, dass es sich hiebei eigentlich um Maria Magdalena handelt, zumal beim kleinen Modell ursprünglich auch ein den Liebesgott Cupido (Eros) verkörpernder Putto der Gruppe zugefügt war. 1499 Pieta Pieta michelangelo
Michelangelo malt 1509 das Fresko vom "Sündenfall" an der Decke der Sixtinischen Kapelle. Der Künstler veranschaulicht die Erbsünde Evas nicht nur durch das Essen des Apfels vom verbotenen Baum, sondern auch durch die versuchte Fellatio.
Der Cherubim hinter dem Propheten Zacharias (alias Papst Julius II.) zeigt diesem mit den Fingern die vulgäre Geste der "Feige", die Feigenhand der Zurückweisung ("mano in fica, mano fico" = „Fick dich ins Knie“).
Die Personengruppe um Gottvater im Fresko "Die Erschaffung Adams" entspricht in ihrer Anordnung dem Querschnitt durch ein menschliches Gehirn und kann als Übertrag der göttlichen Weisheit an den Menschen interpretiert werden. Seinen Arm hat Gottvater um die Figur der noch nicht geschaffenen Eva gelegt.
1509 Sündenfall Zacharias AdamAdam

Nostradamus, eigentlich Michel de Nostredame, der vier Jahre in Agen lebt und mit dem Kardinal von Lothringen und Generalinquisitor von Frankreich, Jean de Lorraine-Guise, befreundet ist, warnt in seinen Prophezeiungen vor der Inquisition.

1534 nostradamus
Von Papst Clemens VII. beauftragt, malt Michelangelo von 1536 bis 1541 das Altarfresko „Des Jüngsten Gerichtes“ in der Sixtinischen Kapelle, von dem Marcello Venusti 1549 auch eine Kopie anfertigt. Nachdem am Konzil von Trient das Gemälde Michelangelos als amoralisch und obszön bezeichnet wird, bekommt unmittelbar nach dessen Tod im Jahre 1564 der Maler Daniele da Volterra von Papst Pius IV. den Auftrag, die anstößigen Blößen zu übermalen, was ihm den Spottnamen Braghettone („Hosenmaler“) einträgt. 1564 Michelangelo Daniele da Volterra
Auf älteren Fundamenten Errichtung der "L'église du Saint Graal", einer Stätte des Druidentums, der Gralsverehrung und Schwarzen Magie, im Dorf Tréhorenteuc, im Wald von Brocéliande, auf der Bretagne. 1618 Trehorenteuc Trehorenteuc Trehorenteuc
Gründung der Geheimgesellschaft „Compagnie du Saint-Sacrament“ durch Charles Fouquet (Bischof von Narbonne), Vinzenz von Paul (Beichtvater Ludwig XIII.), Nicolas Pavillon (Bischof von Alet-les-Bains) und Jean-Jacques Olier (Begründer des Seminars von St.-Sulpice) 1627 vinzenzolier
Während eines Aufenthaltes in Rom trifft Abbé Louis Fouquet den Maler Nicolas Poussin und schreibt darüber seinem Bruder Nicolas Fouquet, Oberintendant der Finanzen König Ludwigs XIV.: "Er und ich diskutierten über eine Geheimnis, das ihm abzuringen, selbst Königen schwer fallen würde" 1656 poussin fouquet
Am 11.7.1659 lässt Kardinal Mazarin das Château de Barbarie in der Nähe von Nevers zerstören und kauft das Land 1659  
Filippo Michele Buonarroti, Nachkomme eines Bruders von Michelangelo, verbringt seine Zeit in Freimaurerlogen, schreibt als Anhänger der Französischen Revolution Artikel gegen Adel, Kirche und Papst und wird zu einem Vorkämpfer für die staatliche Einheit Italiens. Er gründet mehrere Geheimbünde, darunter die Olympier und Philadelphen. Letztere 1779 in Narbonne, die auch den von ägyptischen und dionysischen Ritten hergeleiteten "Orientalischen Ritus von Memphis" eingeführt sowie in ihrer Regel 18 eine Vorliebe für die Farbe Himmelblau, die Figur des Pentagramms und die Ziffer "5" festgelegt haben.
1779 buonarotti
Napoleon lässt für seine Kaiserkrönung auf seinem Krönungsmantel die merowingischen Goldbienen von König Childerich I. applizieren, um damit seine dynastische Abstammung zu dokumentieren und sich so gleichzeitig von den Bourbonen, die die Lilie als Symbol verwenden, abgrenzen. 1804 Napoleon

In Pietroasele (Petrossa) bei Buzău in Rumänien wird ein Goldschatz gefunden. Es wird vermutet, dass es sich entweder um einen vom Westgotenkönig Athanarich, dem Anführer der Terwinger, im Jahre 376 vergrabenen oder - wahrscheinlicher - um einen Teil des von Napoleon in Razès gefundenen Merowinger-Schatzes handelt, mit dem sich Erzherzog Karl von Österreich-Teschen, der Bruder von Napoleons zweiter Ehefrau, Maria Louise von Habsburg-Lothringen, bestechen ließ, um die Schlacht bei Aspern zu verlieren und in Znaim mit Napoleon einen Waffenstillstand zu schließen, nachdem er diesen zuvor als Erster in der Schlacht bei Aspern besiegt hatte. Der Schatz besteht aus 22 Goldobjekten, darunter eine große Adler-Fibel sowie eine Ring mit einer eingravierten gotischen Runen-Inschrift. Um den Schatz während des Ersten Weltkrieges vor einem Übergriff durch die Habsburger zu schützen, schließt die rumänische Regierung mit Russland das Abkommen, den Schatz bis zum Kriegende im Kreml zu verwahren. Um 3 Uhr in der Nacht des 15. Dezembers 1916 verläßt ein Zug mit 17 Wagen, voll von Gold (rund 97 Tonnen) im Wert von 1,25 Milliarden Dollar, den Bahnhof von Iaşi in Richtung Russland. Nach der russischen Revolution von 1917 weigert sich die neue kommunistische russische Regierung den geschlossenen Vertrag anzuerkennen und den Schatz zurückzuerstatten.

1837 petrossa marie.louise erzherzog.karl

Erzherzog Ludwig Salvator (1847-1915) von Österreich und Toskana, zweitjüngster Sohn des Großherzogs der Toskana, Leopold II., und seiner Gemahlin Maria Antonie von Neapel-Sizilien, beschäftigt sich schon in jungen Jahren mit dem Studium der Natur und mehrerer Sprachen. Als 1859 seine Familie nach der österreichischen Niederlage bei Solferino Florenz verlassen muss, lebt er mit seinen Eltern auf Schloss Brandeis bei Prag. Er erkennt, dass er nicht zu einer Beamtenlaufbahn oder Militärkarriere berufen und wendet sich als Forschungsreisender naturwissenschaftlichen und landeskundlichen Studien im Mittelmeerraum zu. 1867„beurlaubt“ ihn der Kaiser und Salvator begibt sich erstmals unter dem Pseudonym „Ludwig Graf Neudorf“ auf die Reise zu den Balearen. Die Hauptinsel Mallorca und ihre Bewohner beeindruckten ihn so sehr, dass er drei Jahre später auf die Insel übersiedelt. Neben sienem Hauptwohnsitz "Son Marroig", erwirbt er noch die "Son Moraques" und "Son Miramar". Er erwirbt das Schiff "Nixe", mit dem er jahrzehntelang das Mittelmeer bereist und die Landschaft, Flora, Fauna, Bevölkerung und Kultur seiner Aufenthaltsorte detailreich beschreibt. Ludwig Salvator, der nie verheiratet ist, ist insbesondere von der Schönheit der Mallorquinerinnen angetan und nimmt sich so als Mentor der Tischlerstochter Catalina Homar an, der er eine exzellente Ausbildung zukommen lässt und die schließlich Verwalterin seiner Weingüter wird. Seinem engen Freund Jules Verne diente er als Vorlage für den Helden des Romans „Mathias Sandorf“ und auch Kaiserin Elisabeth („Sisi“), die ihn zweimal mit ihrer Yacht Miramar auf Mallorca besucht, schätzt ihn sehr. 1876 erwarb Ludwig Salvator in Zindis bei Muggia ein Landhaus, das bis zum Jahre 1914 sein ständiger Sommerwohnsitz wird.

1867 ludwig.salvator homar nixe mallorca-sisi

Richard Wagners Oper "Parzifal" wird am 26. Juli 1882 im Festspielhaus von Bayreuth uraufgeführt.

1882 Neuschwanstein wagner Parzifal

König Ludwig II. von Bayern, seit frühester Kindheit fasziniert von der Geschichte um Parzival, identifizierte sich im Laufe seines Lebens mehr und mehr mit jener mittelalterlichen Sagengestalt, die dank der Reinheit und des Glaubens zum Gralskönig wird. Wagner und sein Kreis nannten den König intern "Parsifal". Durch seinen königlichen Hofbauintendant Eduard Riedel ließ Ludwig die Burgruine von Hohenschwangau als Gralsburg zum Schloss Neuschwanstein ausbauen. Die Gestaltung der Innenräume lehnte sich vor allem an die Inhalte der Parzival-Dichtung um den Heiligen Gral und die musikalische Ideenwelt Richard Wagners an. Absoluter Höhepunkt ist der 15 Meter hohe, in Blau und Gold gehaltene und mit einem wunderschönen Mosaikboden zur Gralshalle ausgestaltete Thronsaal dar.

1884 Ludwig II. Neuschwanstein Parzival Neuschwanstein

Der Priester Bérenger Saunière, der am Seminar von Narbonne lehrt, wird aus disziplinären Gründen 1885 nach Rennes-le-Château strafversetzt.berufen. Dort beschließt er, die auf dem Fundament der westgotischen Hauptstadt Rhedae errichtete, der Maria Magdalena geweihte Dorfkirche Sainte Marie-Madeleine zu sanieren. Bei den Restaurationsarbeiten findet Saunière unter einer steinernen Bodenplatte aus dem 8. Jahrhundert, die auf ihrer Unterseite das Siegel der Tempelritter zeigt, den Eingang zu der längst vergessenen Krypta der Grafen von Blanchefort, worin sich 9 steinerne Sarkophage, ein Totenschädel mit einem Schlitz in der Schädeldecke sowie in einem Ledersack einen eisernen Kessel voll Goldstücken und anderen Kostbarkeiten. Außerdem entdeckt Saunière beim Anheben der Altarplatte im Hohlraum eines aus westgotischer Zeit stammenden Pfeilers hölzerne Zylinder mit versiegelte Pergamenten, die mit Texten in lateinischer und französischer Sprache beschrieben waren. Nach der Überprüfung durch einen Sachverständigen in Paris ist sich Saunière sicher, dass unter der Kirche ein Schatz vergraben liegt. Eines der Pergamente enthielt einen Hinweise auf das Grab der "Marquise Marie d'Hautpoul de Blanchefort" im Kirchhof. auf dessen Grabplatte die verschlüsselte Inschrift "ETINARC" und "ADIAEGO" eingemeißelt ist. Die weiteren Pergamenten, vermutlich aus den Jahren 1244, 1644 und später, enthalten folgende lateinische Texte, teils mit unregelmässiger Buchstabenanordnung: "A DAGOBERT II ROI ET A SION EST CE TRESOR ET IL EST LA MORT" (dieser Schatz gehört Dagobert II. König und Sion und er ist dort ... wartend ... schlafend ... ungenutzt ... tot) und "BERGERE PAS DE TENTATION QUE POUSSIN TENIERS GARDENT LA CLEF PAX DCLXXXI PAR LA CROIX ET CE CHEVAL DE DIEU J'ACHEVE CE DAEMON DE GARDIEN A MIDI POMMES BLEUES" Schäferin keine Versuchung, dass Poussin, Teniers den Schlüssel besitzen; Friede 681. Beim Kreuz und diesem Pferd Gottes beende oder zerstöre ich diesen Dämon von Wächter zu Mittag. Blaue Äpfel.
Zurück aus Paris mit Reproduktionen der 3 Bilder „Portrait von Papst Cölestin V.“, „Vater oder Sohn“ von David Teniers, „Les Bergers d’Arcadia“ von Nicolas Poussin und unterstützt von Henri Boudet, dem Pfarrer von Rennes-les-Bains, beginnt Bérenger Saunière sofort mit der der Suche und findet unter dem Sargboden einen Geheimgang ins Berginnere zu einer 8,5 m2 großen Grotte. Was die beiden wirklich finden, bleibt ein großes Geheimnis. Verschiedenste Vermutungen sprechen vom Schatz der Merowinger, vom Schatz aus König Salomons Tempel, vom Schatz der Tempelrittet oder vom sagenhaften "Heiligen Gral". Tatsache ist, dass Boudet, der ein Buch über ein Geheimnis herausgebracht hat, welches "die größten Umwälzungen verursachen könnte", von der Saunières Haushälterin, Marie Dérnanaud, Überweisungen von insgesamt 3679431 Franc in Gold bekommt und dass Bérenger Saunière plötzlich über einen sagenhafte Reichtum verfügt, mit dem er seine Amtsbrüder aus der Umgebung reich beschenkt und eine rege, von Mysterien geprägte Bautätigkeit entwickelt. Über dem Eingangsportal der Kirche steht „Terribilis est locus iste“ (Dieser Ort ist schrecklich) und auf der Arkade des Portalvorbaues findet sich der Spruch „Mein Haus soll ein Bethaus heißen, ihr aber habt eine Mördergrube daraus gemacht“. Im Kircheninneren hockt unterhalb des Weihwasserbeckenszeigen die Figur des Asmodi (Dämon, Teufel), darüber sind vier Engel angebracht, die alle einen Teil des Kreuzzeichens vollführen und einer von ihnen auf die Inschrift „Par ce signe tu le vaincras“ (Durch dieses Zeichen wirst du siegen) hinweist. Die Kreuzwegstationen sind auf Boudets Veranlassung in umgekehrter Reihenfolge angebracht und zeigen seltsam hinzugefügte Elemente: ilatus hat feuerrote Haare und einen Schleier, ein Kind trägt einen karierte Schottenrock, die Grablegung Christi erfolgt bei Vollmond.
Das Relief unter dem Altar zeigt eine weinende, vor einem Kreuz aus 2 Ästen (Zwillingsäste) knieende Maria Magdalena mit merkwürdig gekreuzten Fingern, während Germaine Rosen aus ihrer Schürze regenen lässt. Zusätzlich baut Saunière noch in der Nähe der Kirche einen Turm, den "Tour Magdala", in welchem er seine Bibliothek unterbringt sowie seine Villa "Bethania".

1885

Rennes-le-Chateau Rennes-le-Chateau Sauniere Boudet
Rennes-le-Chateau Rennes-le-Chateau Rennes-le-Chateau Rennes-le-Chateau
Cölestin V. Terniers Poussin Arques
Rennes-le-Chateau Grabplatte Magdala Villa Bethania

Erzherzog Johann Salvator (1852-1890) aus dem Hause Habsburg (Pseudonyme Johann Traunwald, Johann von der Traun, Johann von Traunstein), jüngster Sohn von Großherzog Leopold II. von Toskana und dessen Ehefrau Maria Antonie von Neapel-Sizilien, lehnt nach seiner militärischen Ausbildung unter Erzherzog Albrecht 1886 die bulgarische Krone ab und ersucht 1889 um die Entlassung aus dem Kaiserhaus. Er verzichtete auf seine Titel und nennt sich fortan Johann Orth, nachdem er zuvor schon 1880 das Seeschloss Orth bei Gmunden am Traunsee erworben hatte. In London heiratet er Ludmilla „Milli“ Stubel, eine Tänzerin der Wiener Hofoper, worauf er nach dem habsburgischen Hausgesetz Österreich-Ungarn nicht mehr betreten darf. Zwischen November 1889 und Februar 1890 besucht Johann unter dem Pseudonym "Monsieur Guillaume" Rennes-le-Château, wo er mit Abbe Saunière zusammentrifft; beide unterhalten in Perpignan bei der Bank "Veuve Auriol et Fils" ein Konto mit aufeinanderfolgenden Kontonummern. In Hamburg kauft er einen Frachtdampfer und tritt eine Reise nach La Plata in Südamerika an, bei der er im Juli 1890 bei heftigen Stürmen am Kap Hoorn untergeht. Sein Tod ist bis heute unaufgeklärt.

1889 johann.salvator orth johann.salvator.1 johann.salvator.2
Gérard Analect Vincent Encausse, genannt Papus, französischer Okkultist, Esoteriker, Theosoph, Rosenkreuzer und Martinist wird 1897 Präsident des "Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix" und Großmeister des ihm angeschlossenen Martinistenordens sowie Oberaufseher der von Doinel gegründeten neo-katharischen Kirche. Er wird von Zar Nikolaus II. nach St. Peterburg eingeladen und lernt dort Rasputin kennen. 1897 papus

Im September 1912 steht der in Wien geborene Philosoph Dr. Walter Johannes Stein, der im Zweiten Weltkrieg als Berater Sir Winston Churchills tätig ist, in der Hofburgn dem Speer des Longinus gegenüber. Neben ihm bemerkt er noch ein anderer Mann, dessen Bekanntschaft er vor einiger Zeit gemacht hatte, Adolf Hitler. Dieser steht wie in Trance da, sein Gesicht ist flammend rot, in seinen Augen liegt ein seltsamer Glanz, er schwankt auf seinen Füßen hin und her, als sei er von einer völlig unerklärlichen Euphorie überwältigt, seine Physiognomie und Haltung sind völlig verändert, als habe sich ein starker Geist seiner Seele bemächtigt.

1912 Stein hitler-lanze Longinus

Der SS-Obersturmführer und Gralsforscher Otto Rahn, 1904 in Michelstadt im Odenwald geboren, wird an der Universität in Gießen erstmals für den Grals-Mythos begeistert. In Paris lernt er den aus Toulouse stammenden Schriftsteller Maurice Magre kennen und begibt sich, durch dessen Buch "Magiciens et Illuminés" angeregt, 1931 auf Spurensuche nach Languedoc, dem Land der Katharer. Seine Nachforschungen in den Midi-Pyrenäen, die von der Spiritistin Gräfin Miryanne Pujol-Murat, die sich für eine Nachfahrin der Gräfin Esclarmonde de Foix hält, sowie von Alfred Rosenberg, einem Freund Hitlers, unterstützt werden, führen ihn nach Pamiers, Foix, Carcassonne, Montségur und Mirepoix. Auf diesen Reisen lernt er den Heimatforscher Antonin Gadal kennen, der ihn ermutigt, in den Höhlen der Sabarthès im Ariège-Tales nach dem Katharerschatz, dem Gral zu suchen und findet in der Grotte Lombrives nahe Ornolac-Ussat-les-Bains eine geheime Initiationsstätte der Kartharer. Rahns These, das Katharertum sei eine germanisch geprägte dualistische Ketzerbewegung mit uralten arischen Wurzeln, beeindrucken SS-Reichsführer Heinrich Himmler so sehr, dass er Rahn zur Weiterarbeit bei von der SS finanzierten Exkursionen und Forschungen einlädt. So nimmt Rahn 1937 an der Expedition „Wallfahrt“ nach Island zur Erforschung von Thule, der Hauptstadt der Hyperboreer, teil. Nach seiner Ernennung zum Obersturmführer wird Rahn 1938 wegen übermäßigen Alkoholgenusses undseiner Homosexualität ins KZ Dachau strafversetzt und aus der SS entlassen. Im März 1939, wenige Tage vor seiner geplanten Hochzeit, stirbt Rahn auf dem Eiberg bei Söll in Tirol unter mysteriösen Umständen: Sein Leichnam wird 350m vom Rechauerhof im Schnee gefunden. Unter anderem veröffentlichte er die Bücher “Kreuzzug gegen den Gral” (1933), in welchem er die Katharer als durch manichäische Missionare christianisierte Druiden bezeichnet, und 1938 "Luzifers Hofgesind", worin er Luzifer zu einem Lichtbringer aufwertet.

1933 rahn rosenberg Lombrives Lombrives Rechauerhof
Angeregt durch eine Studie des österreich-ungarischen Oberst Karl-Maria Wiligu über den «Kreuzzug gegen den Gral» lässt Heinrich Himmler ab 1933 die ursprünglich aus der Zeit der Abwehrkämpfe König Heinrichs I. um 930 stammende sächsische Wifilisburg zu einem repräsentativen Zentrum des SS-Ordens ausbauen. Der lanzenförmige dreieckige Grundriss der Wewelsburg ist der Spitze der Heiligen Lanze nachgebildet, der siegbringende Reliquie der ottonischen Dynastie von Heinrich. Im Obergruppenführersaal, in dessen Marmorboden das Ornament der „Schwarzen Sonne“ eingelassen ist, finden die jährlichen Gruppenführertagungen statt; im Kuppelraum, der sogenannten „Gruft“, werden die Totenkopfringe der gefallenen SS-Offiziere aufbewahrt. Vor allem aber wird auf der Festung auch das "SS-Forschungsamt Ahnenerbe" untergebracht, das für alle okkulten Forschungen Himmlers zuständig ist, so unter anderem auch für die Suche nach dem heiligen Gral. 1934 Wewelsburg Übernahme der Wewelsburg durch Himmler am 22.9.1934 Wewelsburg Wewelsburg
Heinrich Himmler setzt nach Rahns Tod die Gralssuche weiter fort. Im Zuge einer Reise mit Adolf Hitler nach Spanien besucht Himmler am 19. Oktober, das nördlich von Barcelona in den Pyrenäen gelegene Kloster von Montserrat, das er aufgrund eines sehr alten katalanischen Volksliedes für die Gralsburg hält. 1940 Montserrat Montserrat
Abbé Georges de Nantes ist der Führer der "Katholischen Gegenreformation im 20. Jahrhundert" und bekannt durch seine Anschuldigungen gegen die Päpste Paul VI. und Johannes Paul II., die er der Häresie und Ketzerei beschuldigt. 1983 abbe.de.nantes
     

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