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Demons / Demons / Dämonen

Die Mosaiken in der Basilika Santa Maria Assunta in Aquileia stammen aus der Zeit des Bischofs Theodorus, weshalb sie auch als „theodorische Mosaiken“ bezeichnet werden. Ihr zentrales Thema stellt Ausschnitte aus der Jonaslegende dar, dessen Geschichte auf die christologischen Motive Tod (Verschluckung des Jonas), Auferstehung (Ausspeiung des Jonas) und Himmelfahrt (Traum des Jonas) verweist. Umrahmt wird das Geschehen von antiken Fischerszenen, in welchen 12 Engel aus dem fischreichen Meer fischen. 318
Die "Himmelfahrt Jesajas" ist ein pseudepigraphischer jüdisch-christlicher Text. [1][2] Wissenschaftliche Schätzungen über das Datum der Himmelfahrt Jesajas reichen von 347gesamten Text als zwischen 150 und 200 n. Chr. Geschrieben, aber zu einem späteren Zeitpunkt zusammengestellt einen Text jüdischen Ursprungs handelt, der später von christlichen Schriftgelehrten redigiert wurdedrei Abschnitte des Aufstiegs kombiniert wurden. Das griechische Fragment (aus dem 5.–6. Jh.), das Palimpsest, das den Text der Fragmente der ersten lateinischen Übersetzung (ebenfalls aus dem 5.–6. Jh.) wiedergibt, und die äthiopische Übersetzung (die irgendwann im 4.-6. Jahrhundert entstand) setzen die Existenz des Gesamtwerks voraus. Das Buch besteht aus drei Hauptabschnitten: Der erste Teil des Buches (Kapitel 1-5), der allgemein als das Martyrium Jesajas bezeichnet wird, erzählt und erweitert die Ereignisse von 2. Könige, Kapitel 21. Jesaja warnt den sterbenden Hiskia, dass sein Erbe Manasse nicht den gleichen Weg gehen wird. Als Manasse die Macht übernimmt und Issajas Warnung sich als wahr erweist, machen sich Jesaja und eine Gruppe anderer Propheten auf den Weg in die Wüste, und ein Dämon namens Beliar inspiriert einen falschen Propheten namens Belkira, Jesaja des Verrats zu beschuldigen. Der König verurteilt Jesaja daraufhin zum Tode, und obwohl Jesaja sich in einem Baum versteckt, wird er gefunden, und Belkira führt die Hinrichtung an. In der Mitte davon (3,13-4,22) befindet sich eine christliche Apokalypse, die als Testament Hiskias bezeichnet wird und eine Vision des Kommens Jesu, der anschließenden Verdorbenheit der christlichen Kirche, der Herrschaft Beliars und des Zweiten Kommens beschreibt. All dies ist so formuliert, dass es eindeutig ein Kodex für die Verfolgung der Kirche durch Nero und den Glauben ist, dass Nero ein Antichrist war. Der zweite Teil des Buches (Kapitel 6-11) wird als die Vision von Jesaja bezeichnet und beschreibt eine von Engeln unterstützte Reise vor den Ereignissen des ersten Teils des Buches durch Jesaja durch die Sieben Himmel. Es ist aus einer christlichen Perspektive geschrieben und konzentriert sich auf Jesus (im Text als "Geliebter" bezeichnet), der durch jeden der Himmel hinabsteigt und sich als Engel gegenüber der Erde, seiner irdischen Geburt, seinem Tod, seiner Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu verkleidetTheologische Dämonen, die im Text erwähnt werden, sind: Belial ist der Engel der Gesetzlosigkeit (Antinomianismus) und wird auch als Samael und Satan identifiziert. [13] Und Manasse wandte sein Herz ab, um Belial zu dienen; denn der Engel der Gesetzlosigkeit, der der Herrscher dieser Welt ist, ist Belial, dessen Name Matanbuchus ist. — (Himmelfahrt Jesajas 2,4) Samael wird in der Vision identifiziert, die Jesaja erlebte, in der er zum Firmament aufstieg und bemerkte: "Dort sah ich Sammael [sic] und seine Gastgeber, und es gab große Kämpfe darin. ... wie oben so auf der Erde [unten] auch; denn das Ebenbild dessen, was am Firmament ist, ist hier auf der Erde." [14] Samael wird auch oft als Malkira (Heb.: מלך רע melek ra - lit. "König des Bösen", "König der Bösen"; oder מלאך רע malach ra - "Bote des Bösen", "Engel der Ungerechtigkeit") identifiziert, die alle Beinamen des falschen Propheten sind, der von Belial gesandt wurde, um Jesaja des Verrats zu beschuldigen. [15][16]. 347  
Die Himmelfahrt Jesajas ist ein pseudepigraphischer jüdisch-christlicher Text. [1][2] Wissenschaftliche Schätzungen über das Datum der Himmelfahrt Jesajas reichen vonIm Reiner Musterbuch finden sich Bilder aus dem "Physiologus", einem mittelalterlichen Tierbuch mit christlich allegorischen Tiergestalten, des Codex Vindobonesis. Auf einem Bild mit Elefanten ist als Titulus der Hexameter beigefügt: "Im Fluss gebiert der Elefant seine Jungen, damit der Drache sie nicht töte." Die beiden Elefanten stehen für Adam und Eva, die aus dem Paradies in die Welt verjagt wurden, wo im Wasser eines Sumpfes Eva ihren Sohn Kain gebar. 507

Die Bauten von Xochicalco in Mexiko befinden sich auf einem 120 Meter über dem Talboden aufragenden Hügel. Auf der Seitenwand der vorkragenden Treppe der "Pyramide der gefiederten Schlange" findet sich ein Steinrelief, das mit der rätselhaften Darstellung von 8 gewundenen gefiederten Schlangen geschmückt ist. Die noch nicht entschlüsselte Darstellung stellt vermutlich das „Schauspiel der gefiederten Schlange“ dar, welches zur alljährlichen Tages- und Nachtgleiche zu bestaunen ist: Der Schatten der abgeschrägten Pyramidenkanten fällt dabei so auf das Relief, sodass dabei der Eindruck entsteht, als würde sich die Schlange die Treppe hinunterwinden.

700

Der "Codex Gigas" ("Riesenbuch"), die größte erhaltene mittelalterliche illuminierte Handschrift der Welt, wurde um 1200 von dem Einsiedler Herman im Benediktinerkloster Podlažice in der Nähe von Chrudim in Böhmen geschaffen. Einer Legende nach war der Verfasser ein Mönch, der sein Mönchsgelübde brach und dazu verurteilt wurde, lebendig eingemauert zu werden. Um diese harte Strafe zu vermeiden, versprach er, in einer Nacht ein Buch zu schaffen, um das Kloster für immer zu verherrlichen. Gegen Mitternacht, als er erkannte, dass er diese Aufgabe nicht alleine erledigen konnte, betete er nicht an Gott, sondern an den gefallenen Engel Luzifer und bat ihn, ihm zu helfen, das Buch im Austausch für seine Seele zu beenden. Der Teufel vollendete das Werk und der Mönch fügte das Bild des Teufels aus Dankbarkeit für seine Hilfe hinzu. Aufgrund des höchst ungewöhnlichen ganzseitigen Porträts von Satan ist der Codex auch als "Teufelsbibel" bekannt. Auf Folio 290 werden die kontrastierenden Bilder von Gut und Böse gegenüberstellt: das Bild eines Teufel und ihm direkt gegenüber die ganzseitige Darstellung des Himmelreiches. Der Teufel wird frontal gezeigt, geduckt mit erhobenen Armen in einer dynamischen Haltung. Er ist mit einem weißen Lendenschurz mit kleinen roten Strichen gekleidet, einem Hermelinfell als Symbol von Souveränität. Er hat keinen Schwanz, sein Körper, seine Arme und Beine sind von normalen menschlichen Proportionen. Seine Hände und Füße enden mit jeweils nur vier Fingern und Zehen mit großen Krallen. Diese sind wie seine großen Hörner rot gefärbt. Er hat einen großen, dunkelgrünen Kopf und sein Haar bildet eine Totenkopfkappe aus dichten Locken. Die Augen sind klein, mit roten Pupillen, seine roten Ohren groß. Sein offener Mund zeigt kleinen weißen Zähne und zwei lange rote Zungen, die aus den Mundwinkeln heraushängen. Diese Verdoppelung der Zungen ruft negative Assoziationen mit den gegabelten Zungen von Schlangen hervor, ein metaphorischer Verweis auf unehrliche Menschen.

1200

Darstellung der Erhängung von Judas auf einem Kapitell im Kapitelsaal der Kathedrale Saint-Lazare in Autun im Bezirk Saône et Loire. Der gehänkte Körper des Judas in der Mitte wird auf jeder Seite mit Seilen von 2 geflügelten Teufeln hochgezogen. Judas mit geöffnetem Mund und heraushängender Zunge, weist mit dem Zeigefinger und Mittelfinger seiner rechten Hand zu Boden, sein linker Arm hängt leblos ausgestreckt herunter. Die beiden Teufel reißen mit wilden Grimassen ihre Münder auf.

1232
Gargoyles sind Wasserspeier, die den Zwedk haben, Regenwasser zu sammeln und ableiten, um das Mauerwerk vor Wasserschäden zu schützen. Auch haben die Monster reinigende Funktion, indem sie böse Mächte von den heiligen Mauern fernhalten. Vor allem an mittelalterlichen Kirchen werden sie in Form von fantastischen und grotesken Figuren oder Kreaturen, wie Tieren, Menschen, Ungeheuern oder Dämonen, in besonderer Ausschmückung angebracht. 1250
In der Szene "Das Jüngste Gericht" im Mosaik von Coppa di Marcovaldo in der Kuppel des Baptisterium San Giovanni in Florenz verschlingt Satan die Seelen der Verdammten. Das Meisterwerk zeigt die .Verschmelzung von italienischem und byzantinischem Stil. 1270

Im Inneren der Kapelle "Agia Paraskevi" von Voutas bei Chania auf Kreta sind auf einem Fresko aus dem 14. Jahrhundert die Strafen darstellt, die Sünder in der Hölle erwarten.

gemalt wurden. Von diesen zeichnet es sich aus und weckt bei Gläubigen und Gelehrten ein besonderes Interesse an der Entwicklung der christlichen Religion, da es Das Wandbild zeigt mit einer lebhaften Art die Bestrafung der Verdammten und ist so grafisch gestaltet, dass es Ehrfurcht und Angst unter Christen hervorruft.

 
Ein Detail aus dem Fresko der "Passion Christi" des Florentiner Malers Andrea di Bonaiuto (auch Andrea da Firenze) in der Spanischen Kapelle der Kirche Santa Maria Novella in Florenz gibt bei der Himmelfahrt Christi Einblick in die "Vorhölle". 1356
Der Dominikanermönch Vinzenz von Beauvais (Vincentius Burgundus) verfasst 1244 als Prior des von König Ludwig IX. von Frankreich gegründeten Dominikanerkloster in Beauvais in der Picardie den "Miroir Historial" (Speculum historiale), die wichtigste, im Mittelalter verwendete Enzyklopädie. Darunter auch die Geschichten vom hl. Ägydius und seiner Rehkuh sowie von einem Sünder, dem die Teufel seinen Sohn entführen. 1370
Der Freskenzyklus vom „Jüngsten Gericht“ des sianesischen Malers Taddeo di Bartolo im Dom La Collegiata von San Gimignanon zeigt wie Leviathan die Sünder verschlingt und wie die Verdammten von Teufeln in die Hölle gezerrt werden. 1394

"Die Hölle". eine Miniatur auf der Folio 108 r des von Paul von Limburg geschaffenen Stundenbuches "Très Riches Heures du Duc de Berry" ("Die sehr reichen Stunden des Herzogs von Berry"), zeigt in der Mitte des Bildes Satan auf einem riesigen Grill liegend, von dem er die Seelen ergreift, um sie mit der Kraft seines brennenden Atems nach oben zu schleudern. Zwei Teufel mit drei großen Blasebälgen schüren das Feuer unter dem Grill, das die Verdammten verbrennt. während im Vordergrund andere Dämonen Männer foltern und missbrauchen, die ein schlechtes Leben geführt haben; darunter auch ein Kleriker mit Tonsur, der immer noch seine priesterlichen Gewänder trägt. Im Hintergrund schießen Flammen aus Vulkanöffnungen der Berge, wo weitere verdammte Seelen zu sehen sind.
Die Brüder Paul, Johan und Herman von Limburg, 1385 im niederländischen Nimwegen geborene Miniaturmaler, arbeiteten in Bourges und Paris.
Paul und Johan wurden im Februar 1402 von Philipp dem Kühnen für vier Jahre unter Vertrag genommen. Anschließend arbeiteten alle drei Brüder bis zu ihrem Tod 1416 für Herzog Johann von Berry, einen Bruder des verstorbenen Philipp. Insbesondere Paul entwickelte eine derart gute Beziehung zum Herzog, dass er dessen persönlicher Diener wurde und mit Juwelen und einem Haus in Bourges beschenkt wurde. Ein erster Auftrag war in den Jahren um 1404 die Buchmalerei eines Stundenbuchs, das heute als "Belles Heures of Jean de France, Duc de Berry" bekannt ist. Das Ergebnis der Arbeit der Brüder begeisterte den Herzog von Berry dermaßen, dass er ihnen um 1413 ein ein weiteres Stundenbuch anvertraute, das als “Tres Riches Heures du Duc de Berry” bezeichnet wird und sich heute im Musée Condé im Château de Chantilly befindet.

1410

Die vierte Kapelle auf der linken Seite der Basilika San Petronio von Bologna, die "Cappella dei Re Magi" (der Heiligen Drei Könige) von Bartolomeo Bolognini (dehalb auch "Cappella Bolognini"), ist in ihrer ursprünglichen Gestaltung aus den Anfängen des 15. Jahrhunderts erhalten. Alle Wände wurden in den Jahren 1411/12 von Giovanni da Modena mit Fresken versehen. Das Fresko des "Jüngsten Gerichtes" auf der linken Seite geht auf die Beschreibungen aus Dantes "Göttlicher Komödie" zurück und zeigt eine dreiteilige Darstellung: Oben das Paradies mit der Dreifaltigkeit und Krönung Marias durch Christus, darunter die 9 Hierarchien der Engel mit dem Erzengel Michael und unten die in Räume gegliederte Hölle mit einer riesigen Darstellung von Luzifer. In ihr sind auch die Schmatisten, die Sakrileges, die Zauberer, die Götzendiener, die Ketzer, Luzifer und diejenigen, die für Kapitallaster büßen, abgebildet. So enthält das Fresco auch eine besonders frühe Darstellung des islamischen Propheten Muhammad als bärtigen Mann mit Kopftuch, der zur Bestrafung für seine Religionsgründung gerade von einem Dämon am Kopf gepackt wird und Höllenqualen erleiden muss.

1411

Bild aus dem Herat-Manuskript, der von Muhammad Balʿamī in gekürzter Form persischen Übersetzung der "Annalen" des Gelehrten Abū Dschaʿfar Muhammad ibn Dscharīr at-Tabarī in Bagdad, (870), einer heute in der Bibliothek des Topkapi Palace Museum in Istanbul aufbewahrten Universalgeschichte. Darin die Schöpfungsgeschichte mit der Darstellung der Verehrung Adams durch die sich verneigenden Engel; ausgenommen davon Iblis (Satan, links), der sich weigert und das Geschehen stehend beobachtet.

1415

Auch der Renaissance-Künstler Fra Angelico hat sich dem Thema des "Jüngsten Gerichts" angenommen, welches zu dieser Zeit vor allem durch die Vorstellung der Apokalypse des Johannes von Patmos und durch die »Die Göttliche Komödie« von Dante Alighieri beeinflußt wurde.
Ein diesbezügliches Gemälde wurde vom Kamaldulenserorden für den neu gewählten Abt, den humanistischen Gelehrten Ambrogio Traversari, um 1432 in Auftrag gegeben. Ursprünglich befand es sich in der Kirche Santa Maria degli Angeli und befindet sich heute im Museum von San Marco in Florenz.
Die Bereiche des Geschehens sind in ornamentaler Strenge voneinander unterschieden: In der oberen Mitte des Bildes sitzt Christus auf einem weißen Thron, umgeben von Engeln, Maria, Johannes und den Heiligen. Christus wird als Richter der Lebenden und Toten gezeigt, seine linke Hand zeigt hinunter in die Hölle, seine rechte in den Himmel. Zur Rechten Christi ist das Paradies mit Engeln, die die Geretteten durch einen schönen Garten in eine leuchtende Stadt führen. In der Mitte befinden sich die zerbrochenen Gräber der auferstandenen Toten. Auf der linken Seite treiben Dämonen die Verdammten in die Hölle, wo die Bösen gequält werden. Ganz unten verspeist Satan gerade drei der Verdammten, während er zwei weitere mit seinen Klauen ergriffen hat.

Fra Angelicos zweites "Jüngstes Gericht" findet sich auf dem dreiflügeligen Altar von 1435 in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.
Vom Gräberfeld in der Mittelachse ausgehend, entwickelt sich ein Kampf zwischen den Engeln und Teufeln um die Auferstandenen. Der Weltenrichter thront im goldenen, himmlischen Licht auf dem Gnadenstuhl. Mit den Gesten seiner Hände verheißt er Verdammung oder Erhebung. In seiner Nähe sitzen Maria und Johannes. In der Gruppe der gerichtlichen Beisitzer ist Moses als Vertreter des Alten Bundes sowie Heilige des frühen Christentums wie Dominikus, Stephanus, Gregor und Benedikt zu erkennen. Auf der Paradiesseite vermittlen zahlreiche glückselige Figuren, darunter Papst Eugen IV. und Kardinal Juan de Torquema, das Aufsteigen in den, in hellen tönen gehaltenen Himmelsraum, während die Hölle mittels einer dunklen Farbpalette charakterisiert wird, wo Verurteilte ihre verzerrten Gesichtern verzweifelt die Hände ringen.

1432

Die 1435 vom Meister von Avicenna gemalte Tafel "Himmel und Hölle" steht im engen ikonographischen Zusammenhang mit dem Fresko "Jüngstes Gericht" an der linken Wand der Bolognini-Kapelle der Kirche San Petronio in Bologna, die von Giovanni da Modena zwischen 1410 und 1412 gemalt wurde. Das Panel stellt eine zeitgenössische Wiederbelebung des Petronischen Zyklus dar und findet sich heute in der Pinakothek Nazionale di Bologna. Die Hölle ist eine felsige, von Schluchten durchzogene Landschaft, in deren Mitte der angekettete Luzifer sitzt, der die Verräter verschlingt und die Stolzen defäkiert. In seiner Umgebung befinden sich gefolterte Götzendiener, Schismatiker und Ketzer: Sie werden geschlagen, enthauptet, in Stücke gerissen, aufgespießt, an Gabeln aufgehängt und in einen Brunnen geworfen. Auf der linken Seite sind die Bereiche, die für die Faulenzer, die Wütenden und die Gierigen bestimmt sind. Auf der rechten Seite befinden sich die Neider, die Gierigen und die Lüsternen. Die Dämonen sind der Überlieferung nach mit Hörnern, Fledermausflügeln und mit Krallen bestückten Beinen dargestellt. Es gibt aber auch zahlreiche Teufel, die die animalischen Formen der Tiere (der Bär, das Wildschwein, der Esel) annehmen und damit das entsprechende Laster symbolisieren.

1435

Die Mitteltafel des Weltgerichtsaltares des spätmittelalterlichen Malers Stefan Lochner aus Meersburg am Bodensee ist um 1435 in Köln entstanden und befindet sich heute im Wallraf-Richartz-Museum. Im "Weltgericht" wird das Geschehen am Jüngsten Tag entsprechend der Apokalypse nach Johannes geschildert.
Das Bild zeigt im Zentrum Christus als Weltenrichter, über allem throhnend. Neben ihm knien Maria und Johannes. Jesus sitzt auf einem doppelten Regenbogen und hat die Hände zum Segen und zur Verdammnis ausgestreckt, er sortiert in „Gute und in Böse“. Seine Rechte segnet die Gerechten, während seine wegweisende Linke den Verdammten gilt: "Weicht von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel bereitet ist und seinen Engeln." (Matth. 25,41). Seine Gesten und Worte gelten einer Vielzahl von Menschen, die den unteren Teil des Bildes bevölkern. Hier werden links die Guten von Engeln in Empfang genommen und in eine schlossartige Kirche geleitet. Sie erscheinen alle ganz weiß, blond, brav, rein und zufrieden. Auf der rechten Seite werden alle Bösen - die Säufer, Spieler, Gierigen, Völler, Wolllüstigen - von monsterartigen Dämonen gepackt und in die Hölle gezerrt.

Flügelaltar Der niederländische Maler Rogier van der Weyden hat im Auftrag Nicholas Rolin, dem Kanzler von Burgund, einen aus insgesamt neun Tafeln bestehenden Flügelaltar für die Kapelle im Krankensaal des Hôtel-Dieu in Beaune angefertigt Die Bilder des Polyptychons sind in Öl auf Eichenholz gemalt und zeigen auf der Innenseite eine Darstellung des Jüngsten Gerichtes. Der Künstler hat das Bild in zwei Ebenen aufgeteilt, in einen irdischen und einen himmlischen Bereich. Jesus Christus befindet sich im Zentrum des Altares und thront als der Weltenrichter auf einem Regenbogen. Durch eine senkrechte Achse mit dem Weltenrichter verbunden befindet sich direkt unter ihm der Erzengel Michael, begleitet von vier Posaune blasenden Gerichtsengeln, wägt er die Seelen ab, Der segnende Gestus des Richters weist den Seligen den Weg zur Paradiespforte, dargestellt durch ein gotisches Portal mit Säulen und vergoldetem Tympanon, wo sie vom Erzengel Gabriel, dem Paradieswächter, empfangen werden. Den Verdammten dagegen weist die Geste Jesus, unterstrichen durch das blutrote Gerichtsschwert, den Weg zur Hölle, aus deren weitgeöffnetem schwarzem Schlund die Flammen emporlodern.

1445

Die aus der Zeit von 1450 bis 1470 stammende Handschrift "Livre de la Vigne nostre Seigneur" in der Bibliotheque municipale von Grenoble enthält einen anonymen Text in französischer Prosa, angereichert mit lateinischen biblischen und patristischen Zitaten und illustrierenden Miniaturen. Das Buch ist eine Abhandlung über die Menschwerdung, Passion und Auferstehung Christi. Das Manuskript entstammt der Grande Chartreus, nördlich von Grenoble, dem Mutterkloster des Kartäuserordens. Auf einer doppelseitigen Miniatur des himmlischen Hofes sind prominente Kartäuser-Heilige abgebildet. Ein Kolophon am Textende besagt, dass die Handschrift am 5. März 1463 fertiggestellt wurde.

1450

Das anonyme "Speculum humanae salvationis" ("Spiegel der Erlösung des Menschen"), ein in etwa 350 Manuskripten erhalternes theologisches Werk aus dem 14. Jahrhundert zeigt in einer 1455 in Brüssel auf Pergament hergestellten Kopie eine auf Folio 59r die Illustration von den Pforten der Hölle.

1455
In einer Weltchronik von 1463 in der Österreichischen Nationalbibliothek stoßen der Erzengel Michael und seine himmlischen Heerscharen Luzifer in den Feuer speienden Höllenrachen. 1463

Im Nationalmuseum von Danzig befindet sich ein von Hans Memling in Öl und Tempera auf Holz gemaltes Triptychon des Weltgerichtes. Der Altar wurde ursprünglich von Angelo di Jacopo Tani in Brügge in Auftrag gegeben und war für die Michaelskapelle der Badia Fiesolana von den Medici gestiftet worden. Das Schiff, dass das Bild im Jahr 1473 nach Florenz bringen sollte, wurde jedoch kurz nach dem Auslaufen von einem Schiff der Hanse gekapert und das Gemälde nach Danzig gebracht, wo es vom damaligen Bürgermeister der Marienkirche geschenkt wurde,
Auf der Mitteltafel sieht man Jesus als Weltenrichter am Tag des Jüngsten Gerichtes, sitzend auf einem Regenbogen, Lilie und Schwert links und rechts seines Kopfes, sie bezeichnen die Seiten der Erlösten und der Verdammten. An seiner rechten Seite kniet Maria, an seiner Linken Johannes der Täufer; herum im Halbkreis angeordnet die zwölf Aposteln. Unter Jesus der Erzengel Michael, gewappnet in einen Harnisch, als Seelenwäger. Auf der rechten Tafel ist das Schicksal der Verdammten dargestellt, wie sie von Teufeln ergriffen und in die Hölle gezogen werden. Auf der linken Seite ist die Aufnahme der Glückseligen ins Paradies (Himmlisches Jerusalem) zu sehen, wo diese von Petrus begrüßt und anschließend neu eingekleidet werden.

1467

Dirk Bouts, Stadtmaler von Leuven, malt 1468 ein Altarbild des "Jüngsten Gerichts" für das Rathaus. Im Ölbild des im Musée des Beaux-Arts in Lille aufbewahrten Altarflügels ist im "Sündenfall" der Absturz der Verdammten zu sehen.

1468

Michael Pacher, Maler und Bildschnitzer aus Südtirol ist nebst seinem kleinen Thomas-Beckett-Altar (Tafeln in Graz) und dem einzig vollständige verbliebene Doppelflügelaltar in St. Wolfgang am Wolfgangsee (Oberösterreich) vor allem durch Tafelbilder des "Kirchenväteraltar" für das Augustinerchorherrenkloster Neustift bei Brixen (heute in der Alten Pinakothek in München) bekannt. Der Mittelteil des Altares zeigt die vier wichtigsten Kirchenlehrer mit ihren Attributen: Hieronymus mit dem Löwen, Augustinus mit dem Kind, Papst Gregor der Große mit Kaiser Trajan und Ambrosius mit einem Kind.
Die Rückseite des rechten Flügels zeigt eine Szene aus der Augustinuslegende, wo der Heilige als Kämpfer gegen Irrlehren auftritt. Hier stehen sich zwei Figuren gegenüber, die beide wissen, was sie vom jeweils anderen zu halten haben. Augustinus trägt an beiden Händen Handschuhe, seine linke Hand umfasst den Bischofsstab, seine rechte setzt als Abwehr zum Segenszeichen an. Der Teufel, eine erschreckende Gestalt mit Arschgesicht, weist dem hl. Augustinus das Buch der Laster, indem er für seine Sache, die Gewalt, die Lüge und das Laster, wirbt.

1480

Die kolorierte Zeichnung "Der Abgrund der Hölle" auf Pergament um 1480 vom italienischen Maler und Zeichner der Frührenaissance Sandro Botticelli in der Bibliothekssammlung des Vatikan ist eine Darstellung des epischen Gedichts "Inferno" von Dante Alighieri im Jahre 1307.
"Die Göttliche Komödie" schildert Dantes Reise, zusammen mit seinem Freund, dem Dichter Vergil, durch die Hölle (Inferno), zum Läuterungsberg (Purgatorio), bis hin ins Paradies (Paradiso). Die Hölle und das Paradies sind jeweils in Schichten (in jeweils neun konzentrischen Kreisen) unterteilt. Je näher man den engeren Kreisen kommt, umso sündiger bzw. heiliger sind die gestorbenen Seelen.
Das Kunstwerk von Botticell zeigt die Hölle als einen Tunnel zum Kern der Erde, einer Höhle, in welcher der aus dem Himmel geworfene Engel Luzifer steckt und im Eis gefangen ist. Der Tunnel besitzt neun Ringe, in welchen Sünden wie Lust, Völlerei, Gier, Zorn, Rache dargestellt sind. Zu den ersten fünf Ringen gehören jene Menschen, die ihre Wünsche nicht kontrollieren konnten sowie die ungetauften Seelen, zu den sechs und sieben Ringen jene, die Mord, Selbstmord und Blasphemie begangen haben. Betrug und Verrat gehören zu den acht und neun Ringen. Hier wohnen die Hexen, Diebe, Astrologen, Verführer, korrupten Politiker und Alchemisten.

 

Das Bild der "Hölle" (1485) von Hans Memling, dem Gründer der Brügger Schule, zeigt eine der Tafeln des Triptychons der "Iirdischen Eitelkeit und der göttlichen Erlösung", die aus drei Tafeln besteht und sich in Straßburg im Musée des Beaux-Arts befindet. Dieses reversible Gemälde scheint als Hilfsmittel für private Meditation gedacht gewesen zu sein. Wenn die Paneele leicht nach innen gefaltet sind, steht das Triptychon ohne Stütze auf einem Tisch. Seine Symbolik konzentriert sich auf den Gegensatz zwischen Gut und Böse: Auf der einen Seite eine Frau, die Eitelkeit und Lust repräsentierend, auf der anderen Seite ein androgyner Satan mit einer Fratze auf seinem Bauch, als Symbol niederer Triebe (Bauchgesicht). Der Text über der Darstellung sagt: "In inferno, nulla est redemptio" (In der Hölle gibt es keine Erlösung).

1485

Zum vielfältigen Œuvre des in Hertogenbosch geborenen niederländischen Künstlers Hieronymus Bosch - Jheronimus van Aken (Aachen) -zählen u.a. die Werke "Tod eines Geizhalses" (1485), "Die Versuchung des hl. Antonius" (1490), "Der Garten der Lüste" (1490), "Die sieben Todsünden" (1500), "Die Hölle" (1504), "Das Jüngste Gericht" (1505) und "Der Heuwagen" (1512).
Das in der Akademie der Bildenden Künste in Wien befindliche "Weltgerichtstriptychon", das Philipp der Schöne in Auftrag gab, zeigt in der geöffneten Innenansicht auf der linken Tafel das Paradies, auf der Mitteltafel das Weltgericht mit Christus, den zwölf Aposteln, Maria und Johannes dem Täufer sowie auf der letzten Tafel die Schrecken der Hölle. Bosch verlässt damit die traditionelle Leserichtung, ausgehend von der Mitte nach links oder rechts, sondern präsentiert eine Erzählung über die Entstehung des Bösen und der Sünde. Auf dem Höllen-Flügel thront der Höllenfürst Luzifer vor der mit schwarzen Kröten umrandeten Unterweltspforte. Sein Aussehen gleicht dem einer Ratte, die die Zähne fletscht und einen grünen Umhang trögt. Dämonische Wesen, schaurige Mischwesen und schreckliche Teufel zerren die Seelen herbei, um besonders die sieben Todsünden zu ahnden: Zorn (Messer), Geiz (Kessel), Neid (Richter mit Haube), Völlerei (dicker Mann), Hochmut (blonde Maid), Wollust (rotes Bett) und Faulheit (Tretmühle). Kein Lichtblick ist auf diesem Bild zu finden, lediglich die Höllenfeuer brennen und werfen gespenstische Schatten auf die gemarterten Unglücklichen.

1490

 

Darstellung des "Jüngsten Gerichts" um 1496, ursprünglich in der fränkischen Kirche zu Haina bei Römhild, heute in den Meininger Museen.

 

1496
1499 weilte Signorelli in Orvieto und schmückte hier die Cappella della Madonna im Dom mit weltberühmten Wandmalereien, die Letzten Dinge zusammen mit dem Jüngsten Gericht darstellend, welch letzteres das Weltgerichts-Fresko von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle beeinflusste.Cappella di San Brizio, ursprünglich Cappella Nuova genannt, mit dem großen Freskenzyklus Luca Signorellis mit dem Thema der Geschichte des Antichristen – Das Ende der Welt (oder Die vier letzten Dinge: Tod, Gericht, Hölle und Himmel), das er ab 1499 malte.Szene Geschichte des Antichristen: In diesem Ausschnitt sieht man den Antichristen selber mit einem Teufel als Einsager, als böse Stimme der Verführung. Er steht auf einem Postament und redet zu den Menschen. 1499

Etwas mehr als ein Jahrzehnt nach der Fertigstellung des kleinen "St. Michael" um 1503 wurde Raffael Santi erneut beauftragt, das Thema von St. Michaels Sieg über den Satan zu behandeln, wofür Papst Leo X. 1518 den Auftrag erteilt hatte. Dieses Gemälde, welches von Leonardo da Vincis Technik inspiriert wurde, hat symbolische Bedeutung, weil es darstellt, dass Gott über das Böse triumphiert. Das Bild zeigt den Erzengel Michael inmitten einer felsigen Landschaft, als er mit seinem rechten Bein auf dem Teufel steht, während er seinen Speer hochhält, um einen Stoß auf diesen auszuführen. Michaels Flügel sind offen, die des Teufels geschlossen, was dessen Niederlage andeutet. Der Mensch wird als Meister dargestellt, während Satan das unterwürfige Geschöpf ist.

1518

Lucas Cranach der Ältere war einer der bedeutendsten deutschen Maler, Grafiker und Buchdrucker. Nebst seinem reichhaltigenden Werk von mehreren hundert Gemälden, beschäftigte er sich auch mit der Darstellung der Offenbarung des Propheten Johannes vom Untergang der Welt.
Das Flügelaltar-Triptychon vom "Jüngsten Gerichtes" von 1524 in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt aber nicht nur die Endzeit. Das linke Panel erzählt die Vertreibung aus dem Paradies, die anderen beiden Tafeln stellen den Ausbruch der dämonischen Legionen Abaddons bis zur finalen Schlacht bei Harmageddon dar. Diese inneren Schauseiten sind eine maßstabsgetreue und sehr genaue Kopie von Hieronymus Boschs Triptychon mit dem Jüngsten Gericht in Wien.
Das 1525 entstandene "Jüngste Gericht" von Lukas Cranach d. Ä. im Nelson-Atkins Museum of Art in Kansas City zeigt oben in der Mitte Christus in einer gelben Mandorla, flankiert von der Jungfrau und Johannes dem Täufe und umringt von geflügelten Engeln in blauen Wolken. Links im Bild sind die nackten Geretteten um Petrus versammelt, während rechts die Verdammten in einem Radkarren von Dämonen und Teufeln gezogen und in die Grube der Hölle gestoßen werden.

1524

"Hexensabbat" nennt sich ein Bild des spanischen Künstlers Francisco Goya aus dem Jahr 1798, das sich heute im Museo Lázaro Galdiano in Madrid befindet. Das Gemälde kann als Angriff auf den Aberglauben angesehen werden, der zu dieser Zeit in Spanie verbreitet ist und in der Geschichten über Hexen und das Erscheinen des Teufels unter der ländlichen Bevölkerung alltäglich waren.
Der "Hexensabbat" zeigt den Teufel in Form einer Ziege, umgeben von einer Runde junger und alternder Hexen in einer mondbeschienenen Landschaft. Die Ziege besitzt große Hörner und ist von einem Kranz aus Eichenlaub bekrönt. Auf der rechten Seite ist eine Alte mit einem ausgehungerten Kind zu sehen, während eine jüngere Hexe mit einem gesünder aussehenden Kind anscheinend dem gleichen Schicksal, der Initiationszeremonie für die Kinder durch den Teufel folgt. Links liegt der tote Körper eines Säuglings, während ein anderes Kind von einer jüngeren Hexe im Vordergrund mit Gewalt auf den Boden gedrückt wird. Im Hintergrund sind weitere Hexen sowie drei tote, am Hals auf einem Pfahl baumelnde Säuglinge zu sehen. Typisch für die Bildsprache der Hexerei sind die vielen umgedrehten Symbole: Satan streckt seinen linken und nicht seinen rechten Huf in Richtung des Kindes, während der Viertelmond in der oberen linken Ecke aus dem Bild weist.

1797
Die "Teufelstrillersonate" in Tartinis Traum, Lithogrphie von Louis-Léopold Boilly in der Philharmonie de Paris. 1824
Chimären sind dagegen mythologische Figuren, die größten Teils eine dekorative Funktion haben. Die Kathedrale Notre-Dame in Paris verfügt über eine Chimären-Galerie, die aus 28 Skulpturen besteht, welche von hoch oben die Stadt bewachen. Diese Skulpturen wurden im 19. Jahrhundert vom französischen Architekten Eugène-Emmanuel Viollet-le-Duc entworfen. Sie haben das Aussehen von Ungeheuern oder wilden Tieren. Die berühmteste Chimäre ist die Stygra, die wie eine menschliche Figur mit zoomorphen Elementen zwischen Vogel und Fledermaus geformt ist und nach römischer Mythologie das Blut saugt, um zu überleben. 1844
  1878

Der verführerisch entblösste Frauenkörper, umwunden von einer gewaltigen Schlange, ist die einflussreichste Bildschöpfung Franz von Stucks und gehört zu den Schlüsselmotiven des Symbolismus. In zahlreichen Varianten mit den Titeln “Die Sünde” oder “Die Sinnlichkeit” zwischen 1891 und 1912 ausgeführt, erregte die Komposition weit über München hinaus Aufsehen und beeinflusste Maler wie Edvard Munch.
Im Gemälde "Der Sünde" wird das Antlitz einer Frau, Stucks Jugendliebe Anna Brandmaier, als Dreiviertelporträt und das Gesicht der Schlange als Porträt en face dargestellt. Um ihren Leib und den Hals ringelt sich eine dunkelblaue Riesenschlange mit geöffnetem Maul, die Fangzähne zeigend, was die Gefährlichkeit des Tieres demonstrieren soll. Das Motiv der Schlange, in enger Verbindung mit einer Frau, bezieht sich auf den alttestamentarischen Sündenfall im ersten Buch Mose des Alten Testamentes.
In Stucks Bild wird somit die Schlange als „Verführerin des Mannes“ präsentiert und dem nackten Frauenkörper nur die Rolle eines Lockmittels zugedacht, wer davon angelockt, das Höllenfeuer, oben rechts im Bild, fürchten muss. Die "Sinnlichkeit" reduziert die Geschichte des Sündenfalls auf Eva und die Schlange, die hier, miteinander verschlungen, zum archetypischen Inbegriff der Versuchung werden. Stuck greift damit einen in seiner Zeit verbreiteten Topos auf, welcher die Frau als Bedrohung des seinen Trieben hilflos ausgelieferten Mannes dämonisiert. Das Gemälde gehörte anfangs dem jüdischen Ehepaar Flersheim aus Frankfurt, welches seine Frau nach dem Tod ihres Mannes 1938 auf der Flucht New York zurückließ. Über die Kunsthändlerin Maria Almas-Dietrich wurde das Kunstwerk vom Deutschen Reich für das geplante Führermuseum in Linz erworben und bis zum Kriegsende nach Altaussee ausgelagert. Die Alliierten übergaben dann die “Sinnlichkeit” dem Freistaat Bayern, der das Bild 1963 versteigern ließ.

1897
     

Alfred KubinKubins Werk wird durch die Darstellung phantastischer Traumvisionen geprägt, Er betätigte sich fast ausschließlich als Grafiker."Dämoen und Nachtgesichte" (1926) überfüllt von düsteren Fantasien unde dämonischen Traumgebilden Darstellungen seiner großen Traumszenen. Die Schrercken und Entbehrungen des 1. Weltkrieges belasteten Kubin mit Trauer und Niedergeschlagenheit. Bilder schwarzer Apokalypse.

 

1902

Illustration einer sich mit dem Satan paarender Hexe vom französischer Zeichner Martin van Maële im Werk "La Sorcière" von Jules Michelet.

1911

Das Bild der vielschichtigen Figur des "Baphomet" von Éliphas Lévi Zahed, dem französischen Schriftsteller und Wegbereiter des modernen Okkultismus zeigt ein andrgynes Wesen, das Gut und Böse, Mensch und Dämon, Frau und Mann, Mensch und Tier in sich vereint. Eine Ziege trägt auf der Stirn ein Pentagramm mit der Spitze nach oben als Symbol des Lichts. Sie zeigt den weißen Mond von Chesed und darunter den schwarzen Mond von Geburah, die Zeichen von Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Einer ihrer Arme ist weiblich und der andere männlich. Zwischen den Hörnern leuchtet die Fackel der Intelligenz mit dem magischen Licht des universellen Gleichgewichts, während der hässliche Kopf selbst den Schrecken der Sünde repräsentiert. Der Caduceus des Schlangengottes auf dem mit Schuppen bedeckte Bauch steht für das ewige Leben. Die Menschheit wird durch die beiden Brüste und die androgynen Arme dieser Sphinx als jene der okkulten Wissenschaften dargestellt.

1968
     

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